Gesetzliche oder private Krankenversicherung?

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Prinzipiell ist zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung zu unterscheiden. Bei der privaten Krankenversicherung steht die Höhe der Beiträge in Zusammenhang mit dem Lebensalter und der Risikogruppe, bei gesetzlichen Krankenkassen entscheidet das Bruttoeinkommen. Private Krankenversicherungen zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass Sie als Kunde weitgehend frei darüber entscheiden können, welche Leistungen Sie erhalten möchten. Bei gesetzlichen Krankenkassen hingegen sind die Leistungen größten- teils gesetzlich vorgegeben.

Private Krankenversicherung

Von verkürzten Wartezeiten beim Arzt und einer besonders hochwertigen medizinischen Versorgung profitieren Sie mit einer privaten Krankenversicherung. Wenn Sie einen preiswerten Tarif wählen, können außerdem die Beiträge niedriger sein als bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Sollte Ihnen dies vorschweben, so kann es lohnenswert sein, sich über den sogenannten „Basistarif“ zu informieren.

Auf Wunsch können Sie sich jedoch auch umfassend versichern lassen und für viele Bereiche Zusatzversicherungen abschließen. Dazu zählen unter anderem Sehhilfen,  Alternativmedizin und Chefarztbehandlung.

Angesichts der nahezu täglichen Meldungen zu eventuellen oder bereits feststehenden Beitragserhöhungen für gesetzlich Krankenversicherte, wird die private Alternative für viele immer sinnvoller. Viele Personen- gruppen sind zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung berechtigt, unter anderem Selbstständige, Studenten und Angestellte. Für Angestellte existiert die Bedingung, dass sie über einen Zeitraum von drei Jahren ein Jahresbruttogehalt von mehr als 49.950 Euro erhalten haben.

Mit einem kostenlosen Versicherungsvergleich im Internet können Sie sich über Preise und Leistungen informieren. Beachten Sie, dass eine private Krankenversicherung Sie zu einer Gesundheitsprüfung auffordern darf, nachdem Sie einen Antrag gestellt haben.

Gesetzliche Krankenkasse

Bei jeder gesetzlichen Krankenkasse ist der Leistungsumfang weitgehend gesetzlich reglementiert, damit eine solide Behandlung gewährleistet ist. Auch der Beitragssatz ist gesetzlich festgelegt. Er beträgt 14,9 Prozent des Bruttoeinkommens, von denen der Arbeitnehmer 7,9 Prozent tragen muss.

Doch auch bei der gesetzlichen Krankenkasse können Sie zwischen vielen Tarifen wählen. Diese unterscheiden sich beim Leistungskatalog in einigen Punkten sowie bei den Möglichkeiten, durch Bonus- programme und Wahltarife Geld erstattet zu bekommen. Daneben bestehen bei einigen Tarifen Zusatzleistungen wie die Unterstützung von Sportkursen, kostenlose Reiseimpfungen und umfangreiche Beratung rund um die Uhr. Sie können sich online mit einem Krankenkassenvergleich oder Vergleich von Zusatzversicherungen kostenlos über Details informieren.

Während eine private Krankenversicherung auf der Grundlage einer Gesundheitsprüfung über die Aufnahme eines Antragstellers entscheiden lassen darf, muss eine gesetzliche Krankenversicherung jede versicherungspflichtige Person aufnehmen. Ehepartner und Kinder mit geringem Einkommen und einem Höchstalter von 25 Jahren müssen sogar kostenlos mitversichert werden. Derzeit sind etwa 50 Millionen Deutsche gesetzlich krankenversichert. Addiert man die Familienangehörigen, so erhält man eine Zahl von ca. 70 Millionen Versicherten.

Unabhängig davon, ob Sie die private oder die gesetzliche Variante bevorzugen – in jedem Fall sollten Sie leistungsstarke und preiswerte Versicherungen miteinander vergleichen.

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