Lachyoga – Hasya-Yoga – Lachen ist gesund
Februar 24, 2010 by admin
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Schon Aristoteles wusste: “Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit.”. Lachen wird als gezielte Übung verstanden, mit der Menschen ihre Atmung festigen und ihre Seele befreien. Und genau darum geht es beim Hasya-Yoga, dem Lachyoga.
Das Lachyoga und seine Ursprünge
Lachen als gezielte Übung einzusetzen ist jünger als viele denken mögen. Es wurde 1995 von dem indischen Arzt Dr. Madan Kataria in Mumbai entwickelt. Dabei verband er gezielte Atemübungen aus dem klassischen Yoga, das Pranayama, mit der modernen therapeutischen Wirkweise des Lachens. Gelacht wird dabei ohne erkennbaren Grund, sondern nur aufgrund gezielter Lachlaute und der entsprechenden Mimik. Diese Form des Lachens ist sehr ansteckend und sorgt schnell für Heiterkeit, wie ein kurzer Film aus der Pariser Metro zeigt.
Er gründete zahlreiche Lachclubs und legte den ersten Sonntag im Mai als Weltlachtag fest. Schnell entstand daraus eine Bewegung, die sich rasant von Indien aus über den ganzen Globus verbreitete und auch hierzulande zahlreiche Anhänger findet.
Lachen ist gesund. Die positive Wirkung des Lachens – Seit jeher bekannt
Aus Zitaten berühmter Menschen ist zu entnehmen, dass Lachen schon immer in dem guten Ruf stand, für die Gesundheit förderlich zu sein und die Lebensqualität zu verbessern. So wusste Carl Ludwig Schleich (1859-1922), ein deutscher Arzt und Erfinder der Anästhesie: „Lachen ist Ebbe und Flut unseres Zwerchfells. Es ist eine Form forcierter Atmung aus Lustgefühl: Sehnsucht nach Gleichgewicht.“
Dieses Zitat trifft den Kern des Lachyoga. Die Atmung wird bewusst gelenkt, um durch die Lachbewegungen, die im Zwerchfell hervorgerufen werden, das innere Gleichgewicht zu stabilisieren und zu positiver Ausgeglichenheit zu gelangen.
Der englische Pfarrer Laurence Sterne (1713-1768) ging noch einen Schritt weiter: „Durch Lächeln und noch mehr durch Lachen wird die kurze Spanne des Lebens verlängert.“ Lange bevor Lachyoga als gezielte therapeutische Übung ins Leben gerufen wurde, bedienten sich Menschen bereits der Wirkung, die Lachen auslösen kann.
Gelotologie – Lachen als Gegenstand der Wissenschaftsforschung
Aus dem Altgriechischen stammt der Begriff “gelotos”, der „Das Lachen“ bedeutet. Die Gelotologie ist demnach die Lehre vom Lachen und seinen Auswirkungen. Gelotologen aus aller Welt beschäftigen sich mit den Fragen, wie Lachen auf den Körper, auf die Psyche und auf das allgemeine Wohlbefinden wirkt. So wirkt Lachen erstaunlich zur Bekämpfung von Schmerzen und Stresssymptomen, auch hat es nachweisbare Wirkung auf Gedankenmuster. Das bedeutet, dass die Lachbewegung, bei der viele größere und kleinere Muskelgruppen sehr schnell kontrahiert werden, eine Veränderung in den Gedankenmustern zur Folge hat. Wer lacht, sieht also viele Dinge plötzlich anders und leichter.
Yoga Lachen – Kleine Übungsbeispiele
Das Hühnerlachen
Beim Hühnerlachen stellt sich die Gruppe gemeinsam in den Raum und macht mit den Armen kurze Flügelschlagbewegungen, ähnlich wie beim „Ententanz“, der auf keinem Volksfest im Bierzelt fehlen durfte. Dabei werden kurze, sich sehr schnell wiederholende, hohe Lachlaute ausgestoßen. Zu den imitierten Flügelschlagbewegungen erklingen also schnelle Hi-hi-hi-Laute. Mit dieser Übung werden in Kürzester Zeit sehr viele Muskelgruppen beansprucht, die Atmung wird so stark trainiert, dass man anschließend außer Atem ist, als ob man eine große Runde gejoggt wäre. Dieses Lachen ist körperliche Beanspruchung verbunden mit seelischer Wohltat. Anschließend fühlt man sich glücklich und ausgeglichen.
Das Löwenlachen
Das Löwenlachen kombiniert eine alte Yoga-Übung, den „Löwen“, mit moderner Lachtherapie. Wie aus dem klassischen Hatha-Yoga bekannt, werden beim Löwenlachen die Augen ganz weit aufgerissen und die Zunge soweit es möglich ist herausgestreckt. Die Hände werden zu Krallen geformt und seitlich neben dem Kopf gehoben. So beängstigend man in dieser Haltung auch aussehen mag, spätestens wenn statt des tiefen Brüllens aus dem Bauch heraus ein schallendes, tiefes Bauchlachen erklingt, wirkt diese Übung belustigend und grotesk. Gesund ist sie allemal: Beteiligte Organe werden gereinigt und entspannt, und der Halsbereich wird besonders gut durchblutet. Auch soll die Übung im Kehlkopfbereich an der Schilddrüse eine entgiftende Wirkung haben.
Wo kann man Lachyoga lernen?
In vielen Städten Deutschlands wurden Lachclubs eröffnet, in denen sich die Menschen unter fachlicher Anleitung zum gemeinsamen Lachen ohne Grund treffen. Unter www.lachbewegung.de findet man eine Liste der offiziellen Lachclubs in Deutschland, auch downloadbar als PDF.
Yoga Meditation – Autogenes Training zur Entspannung
November 8, 2008 by admin
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In unserer heutigen, schnellebigen Gesellschaft ist es besonders wichtig, für sich selbst eine Möglichkeit zu finden, um Stress und Alltagssorgen schnell und effizient kompensieren zu können. Neben bekannten Techniken wie z. B. Yoga oder Meditation ist das autogene Training hierbei ein wichtiges Hilfsmittel, welches immer beliebter zu werden scheint.
Unter autogenem Training versteht man eine Entspannungstechnik, welche mit Selbstbeeinflussung erreicht wird. Diese Form der Autosuggestion ist eine Art Meditation, die den Körper in Einklang bringt und von geübten Personen jederzeit und überall anwendbar ist.
Johannes Heinrich Schultz entwickelte mit dem autogenen Training eine Technik, die unabhängig vom kulturellen Umfeld und der Weltanschauung für jeden Menschen variabel anwendbar sein sollte. Grundlage hierfür war seine Entdeckung, dass die meisten Menschen mit entsprechender Übung in der Lage sind, einen Zustand tiefer Entspannung mit Hilfe ihrer Vorstellungskraft zu erreichen. Die Wirksamkeit von autogenem Traning wurde bislang in vielen verschiedenen Studien eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Hierfür bedarf es allerdings einer gewissen Übung. Möglichkeiten, das autogene Training zu erlernen, bieten viele Kursleiter in Gruppen (seltener in Einzelsitzungen) an. Es besteht auch die Möglichkeit, diese Entspannungstechnik selbst zu erlernen mithilfe von Büchern in Verbindung mit CD’s oder Videos; Expertene raten jedoch von dieser Methode ab, da es sehr wichtig ist, beim Erlernen dieser Technik keine Fehler zu machen, denn sonst bleibt das gewünschte Ergebnis womöglich aus.
Autogenes Training kann in mehreren Stufen ausgeübt werden; die Unterstufe dient vor allem der Entspannung und beinhaltet vor allem Übungen, die nacheinander Ruhe, Schwere und Wärme in den Armen und Beinen, eine Beruhigung des Pulses und der Atmung, Wärme im Sonnengeflecht und Kühle der Stirn durch Selbst-Suggestion hervorrufen. Mit zunehmendem Training verstärkt sich die Wirkung der Übungen; der Anwender kann sich in eine Phase von tiefer ganzheitlicher Entspannung versetzen.
Erfahrene Anwender versuchen sich in der Oberstufe diese soll ein Problem mittels Suggestion so weit lösen, dass die Person Heilung oder wenigstens Linderung erfährt. Angewandt wird diese Methode bei vielerlei Erkrankungen und Beschwerden wie z. B. Stress, Herz-Kreislaufbeschwerden, Schlafstörungen, Migräne oder Magenbeschwerden.
Keinesfalls bringt autogenes Training Linderung bei schweren Depressionen oder Angstzuständen, in diesem Fall sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. In der Oberstufe geht es um vertiefte Selbsterkenntnis und um Charakterbildung; der Ablauf gestaltet sich meist in verschiedenen, voneinander abgegrenzten Sitzungen. Die Oberstufe kann nur von Anwendern erreicht werden, die die Unterstufe dieser besonderen Entspanungstechnik gut beherrschen.
Wer Interesse daran hat, Körper und Geist perfekt in Einklang zu bringen und nach einer Möglichkeit sucht, dem Alltagsstress zu entfliehen, der sollte es in jedem Fall einmal mit Autogenem Training versuchen, der Erfolg wird spürbar sein!

