Grüner Tee – auch im Sommer ein Genuß

Juli 16, 2010 by  
Filed under Essen & Trinken

Der Grüne Tee zählt zu einem der beliebtesten Tees, die momentan auf dem Markt erhältlich sind. Dies liegt hauptsächlich daran, dass ihm zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Unter anderem kann Grüner Tee beim Abnehmen helfen. Darüber hinaus reinigt er den Urin und fördert die Verdauung. Selbst Karies kann mithilfe von Grünem Tee verhindert werden. Auch bessert Grüner Tee das Sehvermögen und reinigt die Haut. Viele Krebsarten kann der regelmäßige Genuss von Grünem Tee bekämpfen. Kurz gesagt: diese Teesorte hebt das Allgemeinbefinden und kann dabei helfen, die Lebenserwartung zu verlängern.

Im Gegensatz zum Schwarzen Tee sind die Teeblätter beim Grünen Tee nicht fermentiert. Auch der Geschmack und die Zubereitung unterscheiden sich immens vom nicht weniger beliebten Schwarzen Tee.

Ernte und Zubereitung

Die Blätter des Grünen Tees werden nach dem Ernten zunächst getrocknet und anschließend kurz erhitzt beziehungsweise geröstet oder gedämpft. Durch diesen Prozess entsteht keine Fermentation und die gesunden Wirkstoffe bleiben erhalten. 
Bei der Zubereitung von Grünem Tee sollte das Wasser eine Temperatur von 90 Grad Celsius nicht überschreiten. Ist das Wasser nämlich zu heiß, kann der Tee schnell bitter und somit ungenießbar werden. Auch gehen bei einer zu hohen Temperatur die gesundheitsfördernden Wirkstoffe verloren. Auch die Ziehzeit dieser Teesorte sollten Sie beachten: 30 bis 90 Sekunden Ziehzeit sind im Allgemeinen ausreichend.

Ursprünge des Grünen Tees

Ursprungsland des Grünen Tees ist China; Mönche brachten ihn schließlich nach Japan. Noch heute werden hier traditionelle Teezeremonien veranstaltet. Im 16. und 17. Jahrhundert schließlich wurde der Grüne Tee auch in Europa eingeführt.

Teesorten

Es gibt unzählige Sorten von Grünem Tee; Experten sprechen von etwa 1.000 verschiedenen Sorten. Eine dieser Sorten ist der Gu Zhan Mao Jian. Dieser wird lediglich an zehn Tagen im Frühjahr geerntet und er besticht durch seinen milden und leicht süßlichen Geschmack. Eine weitere beliebte Sorte ist der Gyokuro, einer der bekanntesten Teesorten aus Japan. Da er im Vergleich zu anderen Teesorten taninarm ist, ist er auch für Einsteiger bestens geeignet. Der Bai Mu Dan wiederum zählt zu den weißen Tees unter den Grünen Teesorten und ist ein Geheimtipp unter Kennern. Durch seinen hohen Gehalt an Catechinen ist er besonders gesundheitsfördernd.

Wie Sie im Sommer richtig Ihren Durst stillen

Juli 11, 2010 by  
Filed under Essen & Trinken

Sommer, Sonne, hohe Temperaturen – da ist es besonders wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn Sie jetzt nicht genug trinken, werden Sie sich schnell schlapp und erschöpft fühlen oder sogar Probleme mit dem Kreislauf bekommen, da Ihr Körper so viel Flüssigkeit beim Schwitzen verliert. Wichtig ist aber nicht nur, dass Sie überhaupt viel trinken – zwei, drei oder sogar noch mehr Liter pro Tag je nach Körpergewicht und Tätigkeit -, sondern auch, dass Sie das Richtige trinken.

Den Durst stillen mit Wasser, Saftschorlen und ungesüßten Kräuter- oder Früchtetees. 
Der Durstlöscher Nummer Eins ist Wasser. Da der Körper im Sommer aber beim Schwitzen nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe ausscheidet, ist ein Mineralwasser besser als pures Leitungswasser. Je höher die Temperaturen sind und je weniger Salz Sie mit Ihrer Nahrung zu sich nehmen, desto höher darf auch der Natriumgehalt des Mineralwassers sein. Übrigens sollten Sie auch bei heißem Wetter darauf verzichten, eiskalte Getränke zu sich zu nehmen, da sie sonst Magenprobleme bekommen könnten.

Wem Wasser zu geschmacklos ist, kann es ja mal mit etwas Zitrone oder Minze versuchen, die er dem Wasser zufügt. 
Auch ungesüßte Früchte- oder Kräutertees sind gute Durstlöscher im Sommer. Sie haben keine Kalorien und schmecken zudem noch sehr gut. 
Sehr empfehlenswert sind Saftschorlen. Mischen Sie einfach einen Teil Apfel-, Orangen- oder irgendeinen anderen Saft mit drei Teilen Wasser.

Auch frisches Obst wie Erdbeeren, Kirschen oder Pfirsiche versorgen Ihren Körper mit viel Flüssigkeit und stecken darüber hinaus auch noch voll von Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Das gilt auch für viele Gemüsesorten wie Gurken oder Tomaten, die ebenfalls einen hohen Wasseranteil haben und gerade im Sommer gut schmecken.
Wenn Sie stark schwitzen und viel Flüssigkeit verlieren, ist eine Gemüsebrühe zu empfehlen, die dem Körper die verlorenen Salze zurückgibt.

Trinken Sie auch dann, wenn Sie kein Durstgefühl haben. Das betrifft häufig Senioren, bei denen ein Flüssigkeitsmangel gerade im Sommer zu Kreislaufproblemen und Verwirrtheitszuständen führen kann. Damit Sie das Trinken nicht einfach vergessen, ist es eine gute Idee, eine Flasche Wasser so zu platzieren, dass Sie sie immer vor Augen haben und daran erinnert werden, ausreichend zu trinken.

Bewährte Hausmittel gegen Fieber

April 19, 2010 by  
Filed under Gesundheit

Fieber ist eine normale Abwehrreaktion des Körpers, um Krankheitserreger schneller unschädlich machen zu können. Bei erhöhten Temperaturen bis 38°C ist keine Gegenmaßnahme erforderlich. Fieber über 38°C wirkt sich jedoch belastend auf den Kreislauf aus und sollte mit geeigneten Mitteln gesenkt werden.

Bewährte Hausmittel gegen Fieber sind schweißtreibende Getränke wie heißer Fliederblüten-, Holunder-, Linden- oder Kamillenblütentee. Von dem heißen Tee sollte mehrmals am Tag eine Tasse getrunken werden. Auch Petersilientee wirkt Wunder. Dazu schneidet man frische Petersilie klein, kocht sie mit Wasser auf und trinkt den Sud nach dem Abseihen. Hierfür gibt man einen Esslöffel Petersilie auf eine Tasse Tee. Der Tee kann nach Belieben mit zwei Teelöffeln Honig gesüßt werden. Fiebersenkende Wirkung haben auch Tees aus Thymian-, Himbeer- oder Preiselbeerblättern. In der Apotheke gibt es bereits fertige Fieberteemischungen. Der Körper hat durch das Schwitzen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, deshalb sollten als Minimum täglich 2 Liter Wasser oder Mineralwasser, Fruchtsäfte oder Kräutertees getrunken werden.

Wirksam und schweißtreibend ist auch ein heißes Bad, danach eine heiße Tasse Milch mit Honig und anschließender Bettruhe. Meist hat man keinen Appetit, wenn sich der Körper mit Fieber plagt. Trotzdem wäre es falsch zu hungern, denn der geschwächte Körper braucht Nahrung. Zu empfehlen ist leichte Kost wie Obst und Gemüse mit viel Vitamin C (Kiwi, Papaya), leichtverdaulicher Reis, Kartoffelpüree, Quark, Gemüse- oder Hühnerbrühe sowie Salat.

Kalte Wadenwickel entziehen dem Körper Wärme und sind ebenfalls bewährte Hausmittel gegen Fieber. Dazu mischt man kaltes Wasser mit Essig im Verhältnis 1:5, tränkt zwei Handtücher und umwickelt die Waden des Kranken. Über die nassen Handtücher wickelt man ein trockenes Tuch. Nach 10 bis 15 Minuten bzw. wenn der Wickel Körpertemperatur angenommen hat, wird die Prozedur wiederholt. Dabei ist immer darauf zu achten, dass die Füße warm bleiben. Werden die Füße kalt, sollte man die Wadenwickel beenden. Reichen die Wadenwickel zur Fiebersenkung nicht aus, kann man auch den Oberkörper mit kalt getränkten Handtüchern umwickeln.

Ein anderes bewährtes Hausmittel ist ein Umschlag mit geriebenen Kartoffeln. Dazu wickelt man den Brei aus rohen, geriebenen Kartoffeln in ein Tuch und legt dieses auf die Stirn und den Oberkörper. Wenn der Brei getrocknet ist, wird der Wickel erneuert.

Bei Babys und Kleinkindern sollten die Hausmittel nur nach Absprache mit dem Arzt angewandt werden.

Schwitzen – und was man dagegen unternehmen kann

April 14, 2010 by  
Filed under Gesundheit

Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang im menschlichen Körper und zudem gesund und lebenswichtig. Während des Schwitzens sondert der Körper nicht nur Wasser ab, sondern schwemmt auch  gleichzeitig alle Gift- und Schadstoffe aus dem Körper. Normales Schwitzen bei sommerlichen Temperaturen im Hochsommer oder auch bei körperlicher Betätigung ist völlig normal, aber starkes Schwitzen kann zu einer Qual für den Betroffenen werden.

Immer schweißnasse Hände zu haben oder immer mit dem Gefühl leben zu müssen dass man durch starkes Schwitzen unangenehm riecht, ist für viele Menschen unerträglich. Übermäßiges Schwitzen kann viele Ursachen haben. Medikamente oder die falsche Ernährung können dafür verantwortlich sein, aber auch in den Wechseljahren können Frauen vermehrt unter Schweißausbrüchen leiden. Wer immer wieder extrem stark schwitzt, der sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen um die Ursache feststellen zu lassen. Aber nicht immer sind eine Krankheit oder eine Unverträglichkeit daran schuld wenn es zu übermäßigem Schwitzen kommt. Bei manchen Menschen arbeiten die Schweißdrüsen mehr als bei anderen. Man kann allerdings auch als Laie erkennen, wann Schwitzen eine krankhafte Ursache hat und wann nicht. Der frische Schweiß eines gesunden Menschen ist klar und riecht kaum. Liegt eine krankhafte Veränderung im Körper vor, dann riecht der Schweiß streng und beißend. Aber was hilft effektiv bei zu starkem Schwitzen?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten das Schwitzen in den Griff zu bekommen. Deodorants oder auch Deoroller können das Schwitzen nicht verhindern, sondern lediglich den Geruch beseitigen. Das eigentliche Problem ist damit natürlich nicht gelöst. Es gibt einige sehr sinnvolle Methoden auf pflanzlicher und damit natürlicher Basis, die dem Schwitzen Einhalt gebieten können.

Wirksam ist zum Beispiel eine zweiwöchige Kur mit Salbei. Die im Salbei enthaltenen Bitterstoffe regulieren auf natürliche Art und Weise die Schweißabsonderung. Meist hilft es schon zwei Wochen lang regelmäßig Tee aus frischen Salbeiblättern zu trinken, um eine übermäßige Schweißabsonderung zu stoppen. Auch Wechselduschen und das Abreiben des Körpers mit Apfelessig können dabei helfen, um die Produktion der Schweißdrüsen zu verringern. Ein sehr altes, aber sehr wirkungsvolles Rezept ist ein Tomatenbad. Dazu werden drei Liter Tomatensaft in einer Wanne mit lauwarmem Wasser verrührt und ein Bad von 15 Minuten hemmt die Absonderung von Schweiß für einen längeren Zeitraum.

Wer besonders mit starken Schweißabsonderungen in den Händen zu kämpfen hat, der sollte die Hände mehrmals am Tag in lauwarmes Wasser tauchen. Dadurch ziehen sich die Schweißdrüsen zusammen und die Schweißproduktion in den Drüsen wird nachhaltig gestoppt.

Grippe und Influenza – Wie kann man vorbeugen?

Februar 11, 2010 by  
Filed under Gesundheit

Insbesondere während der kalten Wintermonate stellt sich die Frage, wie man sich am besten gegen eine Grippeerkrankung schützen soll.

Grundlage Immunsystem

Die Grundlage für jeden Schutz stellt zunächst die Stärkung des eigenen Immunsystems dar. Ein gestärktes Immunsystem verhindert in vielen Fällen den Ausbruch der Krankheit. Sollte es aber dennoch zu einer Erkrankung kommen, so beeinflusst ein starkes Immunsystem den Krankheitsverlauf positiv. In diesem Zusammenhang ist die Anleitung einer Grippe vorzubeugen recht einfach: sich selbst gesund halten. Dies ist aber leichter gesagt als getan. So scheitert dieses Vorhaben oftmals an einem stressigen Beruf oder Erwartungen, welchen man selbst im Alltag gerecht werden muss. Nicht selten fehlt es dem Menschen einfach an der nötigen Zeit sich angemessen zu ernähren und Sport zu treiben.

Grundregeln für die Grippe Vorbeugung

Nichtsdestotrotz sollte jeder für sich selbst und um eine Vorbeugung gegen Influenza zu garantieren einige Grundregeln beachten. So sollte man sich genügend Schlaf gönnen, wobei als Richtwert 8 Stunden angesehen werden können. Daneben sollte man sich jeden zweiten Tag 30 min bis 1 Stunde zum Sport aufraffen. Dabei ist vor allem das Joggen oder das Walking ideal, wobei auch schlechtes Winterwetter hierbei keine Ausrede darstellen darf. Angemessen eingepackt, mit Mütze und Handschuhen ausgestattet, kann ohne Bedenken auch bei Minusgraden eine Runde gedreht werden. Sport ist definitiv einer der wichtigsten Faktoren einer Grippe vorzubeugen. Darüber hinaus ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wohl mit das wichtigste. Hierbei können bis zu 6 Mahlzeiten am Tag verteilt aufgenommen werden, wobei diese im Idealfall Salat, Obst und Gemüse beinhalten sollten. Selbstverständlich sollte ebenfalls eine angemessene Menge Fleisch zu sich genommen werden, da es viele wichtige Bestandteile für ein starkes Immunsystem beinhaltet. Es helfen auch ganz einfache Dinge. Sollte einmal die Sonne scheinen, so gehen Sie raus und genießen Sie diese. Sonneneinstrahlung steigert unser Wohlbefinden und sorgt für die Ausschüttung von Endorphinen.

Die alten Hausmittelchen

Daneben kann auch noch Rücksicht auf alte “Hausrezepte” genommen werden. Ein kaltes Abduschen in den frühen Morgenstunden und der beruhigende Tee am Abend kurbeln das Immunsystem an und dienen einer Grippe Vorbeugung. Die meisten kennen sie bestimmt noch von daheim, die heiße Zitrone. Sie liefert in kalten Jahreszeiten ein angenehm wärmendes Gefühl und ist äußerst  reich an Vitamin C. Auch ganz simple Maßnahmen wie z.B. das regelmäßige Händewaschen können gegen eine Ansteckung mit einem Grippevirus sehr effektiv sein. Nur durch regelmäßiges Händewaschen befreit man sich von Bakterien und Viren, welche sich der Körper meist unbewusst durch Bewegungen der Hand zum Gesicht einfängt.

Schutz vor der Masse im Alltag

Aber auch im Alltag fragen sich viele Menschen, ob es sinnvoll ist, z.B. eine Atemschutzmaske oder Handschuhe zu tragen um einer Grippe vorzubeugen. Das Tragen einer Atemschutzmaske dürfte wirklich nur dann angebracht sein, wenn man sich an einem stark überfüllten öffentlichen Ort befindet. Natürlich stellt diese eine wirkungsvolle Vorbeugung gegen Influenza dar. Jedoch dürfte das Tragen eines solchen Atemschutzes in der Öffentlichkeit, ohne den vorherigen Ausgang von Risikowarnungen, als übervorsichtig und definitiv hysterisch angesehen werden. Im Falle des Ausbruchs einer Pandemie, also beispielsweise eines mutierten Schweinegrippe Virus, wäre das Tragen von Atemschutzmasken und Handschuhen aber durchaus sinnvoll. Ganz besonders, wenn man sich an Orten aufhält, an denen viele Menschen verkehren. Ein gutes Beispiel ist die Fahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ist grüner Tee gesundheitsfördernd?

November 2, 2007 by  
Filed under Essen & Trinken

DGE zeigt, was an grünem Tee dran ist.

In den letzen Jahren greifen deutsche Verbraucher immer öfter zu grünem Tee. Neben Genuß und Kultur verbinden Viele mit grünem Tee verstärkt Wellness und Gesundheit. Das ursprünglich aus China stammende Getränk soll nämlich vor Karies, Krebskrankheiten, Arteriosklerose und anderen Zivilisationskrankheiten schützen. Mittlerweile sind sogar Getränke mit sogenanntem “Grüntee-Extrakt” auf dem Markt.

Die Fakten sind laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Grüner Tee enthält sekundäre Pflanzenstoffe, hauptsächlich Polyphenole. Diese wirken antibakteriell und bieten so möglicherweise einen gewissen Schutz vor Karies. Zudem fangen Polyphenole sogenannte freie Radikale ab, die Zellschädigungen verursachen können. Sie verhindern damit Reaktionen, die zur Entartung von Zellen und so zu Tumoren und Krebs führen können. Zudem werden bestimmte Blutfette, insbesondere Lipoproteine niedriger Dichte (LDL) vor Oxidation geschützt und so deren Ablagerung in Blutgefäßen verringern. Die DGE meint: Ob und welche Mengen an grünen Tee eine gesundheitsförderne Wirkung zeigen, ist nicht eindeutig belegt. Deshalb bedürfen die gesundheitsfördernden Wirkungen von grünem Tee weiterer Studien zur Überprüfung. Das gilt erst recht für Produkte mit Grüntee-Extrakten. Denn diese geben keinen Aufschluß darüber, wie hoch der tatsächliche Gehalt an den entsprechenden Wirksubstanzen des grünen Tees ist und ob diese noch wirksam sind. Wem er schmeckt, der kann grünen Tee bedenkenlos trinken. Grüner Tee ist jedoch ein Genußmittel und kein Heilmittel. Das Trinken von grünem Tee ist kein Ersatz für gesundheitsbewußtes Verhalten oder den täglichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Für Kinder ist grüner Tee wegen seines Coffeingehaltes kein geeignetes Getränk.Grüner Tee und schwarzer Tee stammen von der gleichen Teepflanze (Camellina sinensis). Doch im Gegensatz zum schwarzen Tee werden beim grünen Tee die Blätter vor dem Trocknen nicht fermentiert, sondern nur mit heißem Dampf behandelt. Durch das Dämpfen nimmt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen nur geringfügig ab. Hingegen verändern sich (oxidieren oder polymerisieren) bei der Herstellung von schwarzem Tee die Polyphenole zu größeren Polyphenolen und verlieren oder verändern so ihre Aktivität.

Zu den Polyphenolen im Tee zählen Gerbstoffe (Tannine), Catechine, Flavonoglycoside (Rutin) sowie Theaflavine und Thearubigine, die nur in schwarzem Tee vorkommen.

Polyphenole fangen freie Radikale ab, die durch Oxidation zu Zellschädigungen führen. Sie verhindern damit Reaktionen, die zur Entartung von Zellen und so zu Tumoren und Krebs führen können. Als besonders starker Radikalfänger gilt das Epigallocatechin. Sowohl grüner als auch schwarzer Tee enthalten Epigallocatechin. Da jedoch im grünen Tee das Epigallocatechin in fast 5 mal höherer Dosis vorliegt als im schwarzen Tee, kommt möglicherweise dem grünen Tee eine größere gesundheitsfördernde Wirkung zu.

Grüner Tee enthält mehr Gerbstoffe (Tannine) und ist deshalb viel herber im Geschmack als schwarzer Tee. Gerbstoffe wirken beruhigend auf Magen und Darm. Sie üben außerdem auf den Darm eine stopfende Wirkung aus. Gerbstoffe und andere Polyphenole beeinträchtigen aber auch die Eisenresorption. Sie bilden mit Eisen aus pflanzlicher Nahrung unlösliche Komplexe, so daß es für den Körper nicht mehr verfügbar ist. Eine negative Auswirkung des Teekonsums auf den Eisenstoffwechsel des Menschen wurde bisher jedoch nur in sehr wenigen Fällen und bei extremen Ernährungsgewohnheiten (wenig Eisen aus tierischen Lebensmitteln in der Nahrung) sowie hohem Teekonsum nachgewiesen. Nach neueren Veröffentlichungen werden mittlerweile die Aspekte des Zusammenspiels von Eisen und Polyphenolen beim Menschen eher positiv gesehen: Die Bindung von Eisen (Fe2+-Ionen) durch Polyphenole kann die Bildung von Sauerstoffradikalen und Lipidperoxidationsprodukten, insbesondere in den Lipiden niedriger Dichte (LDL), die sich in Blutgefäßen ablagern und zu Arteriosklereose führen können, unterdrücken. Möglicherweise ergibt sich hieraus eine schlüssige Erklärung für die Schutzwirkung des Tees vor Arteriosklerose und anderen Zivilisationskrankheiten.

Polyphenole (Theaflavine und Epicogallocatechingallat) wirken antibakteriell und bieten möglicherweise auch einen gewissen Schutz vor Karies. Zudem enthält Tee relativ viel Fluorid, welches über andere Mechanismen zum Schutz vor Karies beiträgt.

Prof. Helmut Erbersdobler, Kiel, Präsident der DGE, meint: “Im Gegensatz zu Ergebnissen in Tierversuchen haben epidemiologische Studien beim Menschen nicht einheitlich gezeigt, daß Teetrinker ein geringeres Risiko bezüglich der Tumorentstehung besitzen. Auch die Schutzwirkung des Tees vor Arteriosklerose ist nicht eindeutig geklärt. Die gesundheitlichen Wirkungen von Tee bedürfen weiterer Studien zur Überprüfung.”

Tipps für die Zubereitung von grünem Tee :

  • Seine anregende und entwässernde Wirkung verdankt der grüne Tee dem Koffein. Eine Tasse grüner Tee (150 Milliliter) enthält, je nach Sorte und Zubereitung, etwa 20-50 Milligramm Koffein, etwa halb soviel wie eine Tasse Kaffee.
  • In der Zubereitung ist grüner Tee sparsamer als schwarzer Tee. Für eine Tasse reichen 1,5 g bzw. für einen Liter 10 g Teeblätter aus. Der Tee wird mit 60 bis 70 Grad Celsius heißem Wasser übergossen und man läßt ihn maximal 3 Minuten ziehen, dann wird er in ein vorgewärmtes Gefäß umgegossen und sofort getrunken. Zieht grüner Tee länger, schmeckt er bitter.

Quelle: DGE- aktuell 25/99 vom 07.12.1999

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