Was macht gesunden Schlaf aus?

Juni 10, 2010 by  
Filed under Wohnen & Leben

Der Schlaf ist die beste und effektivste Erholungsmethode nach einem anstrengenden Tag. Doch das Schlafen ist weit mehr als Erholung und Entspannung. Der menschliche Körper benötigt ihn jede Nacht um sich zu regenerieren und gesund zu bleiben.

Gesundes Schlafen hängt von mehreren Faktoren ab. Die Schlafmenge ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von der verbrauchten Energie des Tages ab. Durchschnittlich wird jedoch eine Schlafdauer von sechs Stunden für Erwachsene empfohlen. In den meisten Fällen signalisiert der Körper selbst, wann er Schlaf benötigt indem wir Müdigkeit verspüren und zu Gähnen beginnen. Es ist immer gut, vor allem nach harter Arbeit, auf die Warnzeichen des Körpers zu hören und den Schlaf nicht erst bis zur Erschöpfung hinaus zu zögern.

Neben Ruhe, sind auch Dunkelheit und eine bequeme Liegefläche für einen erholsamen Schlaf entscheidend. Der Körper muss in der Lage sein von seiner Umgebung abschalten zu können. Lärm, laute Musik und Trubel hindern ihn daran. Genauso schädlich sind nächtliche Lärmstörungen, die einen aus dem Schlaf reißen und am Einschlafen hindern. Zur Entspannung tragen ebenfalls bequeme und atmungsaktive Schlafkleidung sowie Bettwäsche bei. Schwitzen oder frieren stört den Schlaf und der Körper muss sich mit der Temperierung anstatt mit der Erholung beschäftigen.

Gesunde Betten und Matratzen

Das wahrscheinlich wichtigste für einen gesunden Schlaf sind geeignete Betten. Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Bettformen für verschiedene Ansprüche. Es gibt die Wahl zwischen Polsterbetten, Wasserbetten, Schaummatratzen, Federkernmatratzen und zahlreichen Lattenrosten. Jeder dieser Bettkonstruktionen hat seine Vor- und Nachteile. Die Unterschiede betreffen vor allem den Komfort und den Anschaffungspreis.

Als Ehebetten sowie als optischer Blickfang gelten häufig die Polsterbetten. Sie haben ein vielfältiges Design, das leicht verändert werden kann und meistens eine weiche und bequeme Liegefläche. Polsterbetten haben in der Regel ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und werden oft in Luxusvarianten hergestellt. Betten aus Matratze und Lattenrost haben den Vorteil die Matratze von unten gut Belüften zu können. Außerdem kann durch Art und Form beider Komponenten eine optimale Kombination für die persönlichen Bedürfnisse an Rücken und Liegeposition erstellt werden. Entscheidend bei der Wahl der Betten sind die eigenen körperlichen Bedürfnisse. Die Wirbelsäule sollte in einer geraden Position sein und die Gewichtsverlagerung sollte keine Krümmungen des Bewegungsapparates verursachen.

Schlafstörung, Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe

Dezember 14, 2008 by  
Filed under Gesundheit

Als das so genannte Schlafapnoe-Syndrom wird eine Schlafstörung bezeichnet, bei der während des Schlafs Atemstillstände verursacht werden. Symptome sind vor allem zunehmende Müdigkeit tagsüber sowie Kopfschmerzen und Schwindelgefühle beim Aufstehen. Aber auch verstärkter Harndrang oder Konzentrationsschwierigkeiten können durch Schlafapnoe verursacht werden.

Ursachen für die Schlafstörung ist meist Übergewicht oder eine andere eventuell auch zusätzliche Behinderung der Atmung beispielsweise durch Polypen. Bei Kindern wird Schlafapnoe vor allem durch vergrößerte Rachenmandeln ausgelöst. Aber auch abendlicher Alkoholkonsum, der Genuss von Nikotin oder Schlafmitteln kann den gesunden Schlaf beeinträchtigen.

Im Allgemeinen wird zwischen obstruktiven und zentralen Schlafapnoen unterschieden, doch auch eine Mischung der beiden Typen kann vorkommen. Die verbreiteste Form der obstruktiven Schlafstörung ist das Auftreten von krankhaften Atemstillständen, das heißt von Atemstillständen mit einer Dauer von mehr als 10 Sekunden. Die Folge ist einer mangelhaften Versorgung des Gewebes, da das Blut weniger mit Sauerstoff angereichert wird. Der Körper erlebt eine schlagartige Weckreaktion, durch welche die Atmung wieder einsetzt. Vom Schlafenden wird dies in der Regel nicht bemerkt. Dennoch wird der gesunde Schlaf gestört und die eigentliche Erholungsfunktion des Schlafes nur unzureichend erfüllt. Eine weitere Folge des Zusammenfallens der oberen Atemwege – durch das die Stillstände ausgelöst werden – sind Schnarchgeräusche. Nicht selten schnarchen von Schlafapnoe betroffene Menschen sehr stark. Ist also das Schnarchen mit hoher Müdigkeit am Tag gekoppelt, sollte in jedem Fall eine Untersuchung auf Schlafapnoe durchgeführt werden.

Zu den Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe gehören oft chronische Gesundheitsstörungen wie Herz-Kreislauf-Störungen. Das Risiko für Bluthochdruck, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt deutlich. Besonders der plötzliche Herztod kann bei unbehandelter Schlafapnoe mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit auftreten. Nicht unbekannt sind zudem auch Depressionen oder aus Stress resultierende Krankheiten wie zum Beispiel Magengeschwüre als Folge der Schlafapnoe.

Seit 2002 wird auch Diabetes immer häufiger in einen direkten Zusammenhang mit der Schlafstörung gebracht. Je mehr Atemstillstände während des Schlafes auftreten, umso höher steigt der Blutzucker der betreffenden Person. Erst durch eine entsprechende Therapie (nCPAP-Therapie) kann die erhöhte Neubildung von Zucker in der Nacht nachweislich reduziert werden. Auch regelmäßige Anfälle von Migräne können eine direkte Folge von Schlafapnoe sein, deren Auftreten jedoch durch eine erfolgreiche Behandlung merklich gesenkt werden kann.

Video: Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe (Schlafmedizinisches Zentrum der Universitäts-HNO-Klinik Mannheim)

Schlaf: Zu wenig schadet, zu viel aber auch

Dezember 9, 2007 by  
Filed under Gesundheit

Kaum jemand ist mit seinem Schlaf zufrieden. Der eine ist immer müde , der andere klagt über Schlaflosigkeit. Zu wenig gesunder Schlaf, was heisst das denn genau?

Unter sieben Stunden Schlaf pro Nacht sind für den Körper nicht genug. Dies stellte man bereits in wissenschaftlichen Studien fest. Die Lebenserwartung des Menschen, der weniger als 7 Stunden schläft, kann verkürzt sein. Nicht jeder, der ständig nur 5 Stunden schläft, stirbt früher, aber die Wahrscheinlichkeit nimmt rapide zu.

Konzentrationsprobleme und das Risiko des “Sekundenschlafs” am Tag nehmen ebenfalls zu. Der Körper muss seine Leistung bringen, trotz der Schlafstörungen. Auch die Traumphasen verkürzen sich. Zur Erhaltung der seelischen und körperlichen Gesundheit ist es wichtig, dem Gehirn seine nächtliche “Auszeit” zu gönnen. Im Traum verarbeitet man seine Erlebnisse und Gefühle. Sind aber die REM-Phasen zu kurz, oder fehlen sie ganz, ist der gesamte Organismus gestört. REM- Phasen sind die Traumphasen, in denen sich die Augäpfel unter den geschlossenen Lidern sichtbar bewegen. Auch Rapid-Eye-Movements genannt.
Gesunder Schlaf bedeutet, genügend Traumphasen zu haben. Bei der Schlafstörung kann im Schlaflabor untersucht werden, wie der Mensch schläft, ob er schnarcht oder träumt. Daraus ergeben sich Erkenntnisse über die jeweilige Schlafstörung. Gehirn- und Nervenfunktionen werden per Monitor überwacht, der Schlafende wird durchgehend beobachtet.

Gesunder Schlaf bedeutet auch nicht, mehr als 8 Stunden zu schlafen. Auch wer nicht an Schlaflosigkeit leidet, kann sich schaden, wenn er zu lange schläft. Schlafen Sie bis zu 8 Stunden, dann machen Sie es richtig. Leider sinkt die Lebenserwartung rein statistisch gesehen bei Langschläfern ebenfalls.

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