Homöopathie als Heilmethode in der Naturheilkunde
April 9, 2010 by admin
Filed under Gesundheit
Mit dem Begriff “Homöopathie” (“ähnliches Leiden” von griech. homoios = das Gleiche, Gleichartige) wird eine spezielle Therapieform in der Naturheilkunde bezeichnet, die Ende des 18. Jahrhunderts von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde und von der Grundannahme des so genannten “Ähnlichkeitsprinzips” ausgeht. Dieses Prinzip basiert auf der Annahme, dass eine kranke Person mit einer sehr kleinen Menge eines Mittels behandelt werden sollte, welches in einer höheren Dosierung bei einem gesunden Menschen zu ähnlichen – für eine bestimmte Krankheit charakteristischen – Symptomen führt. Um dementsprechend “Ähnliches durch Ähnliches zu heilen”, werden Arzneimittel „potenziert“, d. h. die verwendeten Ausgangsstoffe werden schrittweise durch intensives Schütteln oder Verreiben mit Wasser oder Alkohol immer stärker verdünnt, wodurch Nebenwirkungen minimiert und die Wirksamkeit des Mittels verstärkt werden soll.
Um das für den jeweiligen Patienten passende homöopathische Mittel zu finden, führt der Therapeut – wie in der Naturheilkunde allgemein üblich – mit diesem zunächst ein ausführliches Gespräch, in dem eine möglichst detaillierte Beschreibung der aktuellen Beschwerden, aber auch die Krankenbiografie (d. h. sämtliche vorherigen Erkrankungen, Operationen, Beschwerden) erfolgt, denn die Ursache einer gegenwärtigen Erkrankung kann im Sinne der Homöopathie auch bereits Jahre oder sogar Jahrzehnte zuvor zu finden sein. Neben der eigenen Krankengeschichte erfragt der Homöopath auch bestehende und zurückliegende Erkrankungen innerhalb der Familie – denn es wird außerdem davon ausgegangen, dass der Ursprung für chronische Beschwerden unter Umständen schon in früheren Generationen gelegt wurde.
Nach dieser so genannten “Erstanamnese” wird das passende homöopathische Mittel ausgearbeitet – wobei die Homöopathie eine Vielzahl verschiedener Heilmittel bietet, die teilweise aus Pflanzen wie Bachblüten, aber auch aus Tiergiften, Mineralsalzen, Metallen und anderen chemischen Substanzen hergestellt werden und in diversen Formen, z. B. als alkoholische Lösungen, Tabletten und Globuli (Kügelchen) oder Salben verwendet werden. Generell ist die Behandlung mit homöopathischen Arzneien ebenso wie andere naturheilkundliche Verfahren meist sehr sanft und ohne Nebenwirkungen und erfreut sich daher zunehmender Bekanntheit und Popularität. Neben Naturheilpraktikern, die diese Methode schon seit jeher anwenden, gibt es mittlerweile auch viele homöopathisch arbeitende Ärzte.
Vergiftungsgefahr bei Verwechslung von Bärlauch
April 28, 2009 by admin
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Wenn die ersten warmen Tage kommen, sind schon die Sammler in den Wäldern und Wiesen unterwegs um Wildgemüse wie den Bärlauch zu sammeln. Der Bärlauch ist eine sehr gesunde und in der Naturheilkunde sehr geschätzte Pflanze. Leider unterschätzen viele aber die Gefahren die vom Sammeln der Pflanzen ausgehen. So kommt es jedes Jahr zu zum Teil tragischen Vergiftungsfällen, die durch die Verwechslung des Bärlauchs mit anderen Gewächsen kommt.
Die Blätter des Maiglöckchens ähneln denen des Bärlauchs sehr stark und oft wachsen beide Pflanzen auch relativ nah beieinander. Das Maiglöckchen ist eine sehr schöne Blume die aber in allen Teilen sehr giftig ist, sie enthält Glykoside, dies sind Giftstoffe wie sie auch der hochgiftige Fingerhut enthält. Gerät so ein Blatt in zwischen den gesammelten Bärlauch so kann Übelkeit auftreten sowie Herzrhythmusstörungen, diese können im Extremfall sogar zum Tod führen.
Ebenso gefährlich kann es werden wenn es zu einer Verwechslung mit der Herbstzeitlose kommt, zwar blüht diese Giftpflanze wie der Name schon sagt erst im Herbst, aber die grünen Blätter erscheinen im Frühjahr etwa zur selben Zeit wie der Bärlauch. Diese Blätter enthalten das Alkaloid Colchicin. Eine Vergiftung äußert sich zunächst in einem Brennen im Mund, es folgen Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen mit oft blutigen Durchfällen. Wenn der Verdacht einer Vergiftung besteht, ist sofort ein Arzt hinzu zu ziehen. Denn gerade bei Kindern besteht die Gefahr eines Atemstillstands. Wer Bärlauch sammelt sollte sich die Blätter genau ansehen und immer daran riechen, denn nur der Bärlauch verströmt den typischen knoblauchähnlichen Duft.
Aber nicht nur die Verwechslung des Bärlauchs mit seinen giftigen Doppelgängern kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Oft findet man an den Blättern die Eier des Fuchsbandwurms. Das ist ein Parasit der sich in den inneren Organen wie der Leber oder der Milz festsetzt und vor dort aus das umliegende Gewebe zersetzt. Das tückische an dem Befall ist, dass der Betroffene oft jahrelang nichts davon bemerkt. Dabei werden die Organe, durch die Vermehrung des Wurms so stark geschädigt dass für einen Teil der Erkrankten jede Hilfe zu spät kommt. Wird der Befall rechtzeitig entdeckt so müssen über Jahre hinweg Anti-Wurm-Medikamente eingenommen werden.
Wer das alles vermeiden will, sollte sehr vorsichtig sein wenn es um das Sammeln und den Genuss von Bärlauch geht. Denn obwohl immer wieder vor der Gefahr einer Verwechslung gewarnt wird, kommt es doch immer wieder zu Todesfällen. Wer sich vor dem Fuchsbandwurm wirksam schützen will, der sollte die Blätter vor dem Verzehr kurz blanchieren, bzw. die Speisen in denen Bärlauch enthalten ist gut durch erhitzen. Das ist die einzige Methode die die Eier des Fuchsbandwurms unschädlich macht.

