Pollenallergien und Mittel gegen Allergien
April 21, 2011 by admin
Filed under Gesundheit
Wenn im Frühjahr die Bäume, Sträucher und Blumen wieder blühen, fängt für viele Menschen eine Zeit der Nieserei und Augentränen an. Mittlerweile gibt es viele Millionen Menschen, die unter Pollenallergien, welche auch als Heuschnupfen bekannt sind, leiden. Eine Pollenallergie entsteht durch die Unverträglichkeit bestimmter Stoffe in den Pollen. Besonders häufig treten Pollenallergien gegen Birken, Gräser und Haselnusssamen auf. Diese Liste lässt sich jedoch auf fast alle Gewächse von Baum und Busch erweitern.
Wenn jemand unter einer Pollenallergie leidet, dann treten bei leichteren Fällen Symptome wie Niesen, tränende Augen und leichter Ausschlag auf. Ist man hingegen schwerer davon betroffen, dann können sich auch Atemnot, Juckreiz, brennende Augen und lebensbedrohliche Kreislaufprobleme hinzu gesellen.
Je nach Art und Schwere der Pollenallergie gibt es jedoch viele Mittel, die gegen Pollenallergien helfen können. Dies können Medikamente oder auch Spritzen sein. Wer den Frühling in vollen Zügen genießen möchte, der kann schon im Herbst und Winter etwas gegen seine Pollenallergie tun.
Der Arzt kann mit Hilfe einer Hyposensibilisierung Allergoide unter die Haut spritzen, deren Anzahl stufenweise erhöht wird. So hat der Körper die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum gegen diese Allergien immun zu werden. Bis man auf eine spezielle Allergie nicht mehr allergisch reagiert, sollte man mehrere Therapien über einen Zeitraum von 3 Jahren absolvieren, bis sie nicht mehr auftritt. Geht man während einer Pollenallergie zum Arzt, kann dieser die Allergie mit Antibiotika oder auch mit Medikamenten wie z. B. Antihistaminika oder Cortison lindern.
Neben wirksamen Medikamenten gibt es aber auch zu Hause einige Mittel die zur Vermeidung von Heuschnupfen beitragen können. Gut bewährt hat sich ein Staubsauger mit Pollenfilter, der auch alle Blüten von draußen mit aufsaugt. Im Schlafzimmer tagsüber das Fenster schließen, die Bettwäsche und Matratze regelmäßig reinigen und vor dem Zubettgehen das Schlafzeug abbürsten und die Haare waschen.
Wie kann eine Sonnenallergie behandelt werden?
Juni 11, 2010 by admin
Filed under Gesundheit
Nicht alle Menschen freuen sich auf die warme Jahreszeit, für einige ist es fast unerträglich, sich der Sonne auszusetzen, da sie allergisch reagieren. Die Sommerallergie wird generell in drei verschiedene Krankheiten eingeteilt. Zum einen gibt es die Polymorphe Lichtdermatose, die wohl zu den häufigsten Formen der Sonnenallergie zählt. Hierbei bekommt der Betroffene an den Körperstellen, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind, durch die UVA-Strahlung Ausschlag, Bläschen und Juckreiz. In der Regel verschwinden die Symptome nach wenigen Wochen, wenn man sich an die Sonne gewöhnt hat.
Zum anderen gibt es die sogenannte Mallorca Akne, die ihren Namen daher hat, dass sie häufig durch die Sonne in südlichen Ländern verursacht wird. Urlauber reagieren oft empfindlich auf die Kombination von dem UV-Licht der Sonne und den Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln, sodass es zu Hautreizungen kommt, die ähnlich wie Akne aussehen.
Eine weitere Form der Sommerallergie ist die Photoallergische Reaktion. Hierbei neigt der Betroffene zu Allergien oder Verfärbungen der Haut, die durch die Reaktion von Sonne und einem anderen Stoff, wie zum Beispiel Arzneimittel, Parfüm oder bestimmten Pflanzen, ausgelöst werden.
Wie kann eine Sonnenallergie behandelt werden?
Je nachdem unter welcher Form der Sommerallergie man leidet, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Vorbeugung oder zur Behandlung der Allergie. Bei der polymorphen Lichtdermatose ist es ratsam, die Sonneneinstrahlung komplett zu meiden oder aber Sonnenschutzmittel mit einem hohen UVA-Schutz zu verwenden. Vorbeugen kann man der Allergie auch durch die regelmäßige Einnahme von Beta-Caroten oder durch eine stufenweise Lichttherapie, die vom Arzt angeordnet werden kann.
Die Mallorca Akne lässt sich verhindern, indem man darauf achtet, nur Sonnengel mit einem sehr hohen UVA-Schutz zu verwenden, da dieses fettfrei ist und keine Emulgatoren enthält. Generell sollte man bei Sonnenschutzmitteln auf Angaben wie “emulgatorfrei” oder “fettfrei” achten und auch ausserhalb der Sonne für die Haut nur Pflegemittel verwenden, die nicht so fetthaltig sind.
Bei der Photoallergischen Reaktion sollte man auf Parfüm und parfümierte Cremes so gut es geht verzichten. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte sich vorher erkundigen, wie sich diese unter UV-Einstrahlung auswirken. Zudem ist es ratsam, ausschließlich Sonnenschutzmittel mit Mikropigmenten zu verwenden um eine Sonnenallergie zu vermeiden.
Pollenallergie – Heuschnupfen (allergischer Rhinitis)
April 13, 2009 by admin
Filed under Gesundheit
Der lang ersehnte Frühling ist endlich da! Mit den ersten Sonnenstrahlen erwacht die Natur aus seinem Winterschlaf und erblüht in seinen frohen Farben. Während es für die einen heißt unbeschwert die Natur zu genießen, heißt es für die anderen die Taschentücher bereit halten. Mit dem Frühlingserwachen beginnt allein in Deutschland für 15 Millionen Menschen die Zeit der ständigen Niesattacken, lästigem Augenjucken und Atemnot. Während sich die ersten Pollen bereits seit Jahresanfang bemerkbar machten, haben jetzt Baumpollen wie Birke, Weide, Pappel oder Esche ihre Hochsaison. Unter allergischer Rhinitis leiden 20 Prozent der Bevölkerung und die Tendenz ist stetig steigend. Daher wird der Heuschnupfen -wie es im Volksmund heißt- auch zunehmend als eine Volkskrankheit betrachtet.
Heuschnupfen hat dabei nichts mit Heu oder einem normalen Schnupfen zu tun. Die in der Medizin auch als Pollinose genannte Erkrankung, ist vielmehr eine Überempfindlichkeit auf verschiedene Umweltstoffe, wie Baum- oder Blütenpollen, Gräser und Kräuter. Treten Pollenallergiker auf irgend einem Wege mit diesen Umweltstoffen in Kontakt, so wirken die aufgenommenen Pollen als Allergene im Körper und lösen eine immunologische Reaktion aus. Die allergische Reaktion geht überwiegend mit typischen und lästigen Erkältungssymptomen wie Fließschnupfen, verstopfter Nase, heftigen und häufigen Niesattacken etc. einher. Nach Expertenmeinung wird die Neigung zur Pollenallergie angeboren. Doch zusätzlich wird angeführt, dass bestimmte Umweltfaktoren, wie bspw. Feinstaub, Schadstoffe sowie veränderte Lebensgewohnheiten, wie die Nutzung einer Zentralheizung, diese Neigung begünstigen. Dies dürfte somit auch die stetig steigende Anzahl an Pollenallergikern erklären. Laut dem im Juni 2008 von der World Allergy Organization herausgebrachten Bericht leiden mittlerweile weltweit 300 Millionen Menschen unter Heuschnupfen. Unter dem Einfluß des Klimawandels wird ein weiterer Anstieg von Betroffenen erwartet.
Die allergische Rhinitis wird mit den heutigen medizinischen Möglichkeit auf drei verschiedene Arten therapiert. Die triviale Art der Therapiemöglichkeit ist die sog. Karenz, d. h. die Meidung des Allergens. Es erfordert eine umfassende ärztliche Beratung um Pollenallergiker über Vermeidungsmöglichkeiten aufzuklären. Abhängig davon, um welches Allergen es sich handelt, werden verschiedene Methoden und Verhaltensweisen aufgezeigt, die den Kontakt mit Allergenen verhindern bzw. minimieren können. Ein Pollenflugplan kann beispielsweise Aufschluss über die bedenkenlose Lüftung von Räumlichkeiten zu bestimmten Zeitpunkten oder für Aktivitäten im Freien geben. Dabei können Betätigungen im Freien auch auf die Zeit nach einem kräftigen Regenschauer gelegt werden. Zusätzlich wird empfohlen, die im freien getragene Kleidung vor dem Betreten des Schlafraums zu wechseln sowie die Haare vor dem schlafen gehen zu waschen.
Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die medikamentöse Behandlung eines Heupschupfen Betroffenen, die sog. Pharmakotherapie. Abhängig von vorhandenen Beschwerden können Antiallergika mit verschiedenen Wirkstoffen verschrieben werden. Die meist verbreitete Form der Antiallergika ist die Tablette mit kombinierten Wirkstoffen, die eine umfassende Abhilfe gegen alle lästige Heuschnupfen Symptome verschaffen. Neben Tabletten bieten Nasensprays und Augentropfen eine zusätzliche Befreiung. Eine spezifische Immuntherapie verspricht hingegen die Empfindlichkeit es Allergikers gegen die allergieauslösende Stoffe zu senken. Die sog. Hyposensibilisierung sieht die Verabreichung von anfangs niedrigen Mengen des Allergens vor. Die Dosis wird während der Therapiezeit gesteigert. Schließlich injiziert der Arzt im Abstand von einigen Wochen die gleiche Dosis an Allergenen. 80 Prozent der so behandelten Allergiker schließen die Immuntherapie erfolgreich ab.
Unabhängig davon welche Therapiemöglichkeit präferiert wird, ist es ratsam frühzeitig einen Fachmann für Allergien zu konsultieren. Geeignete und wirksame Therapien werden von einem Allergologen nach einer umfassenden Untersuchung vorgeschlagen. Ein frühzeitiges eingreifen in das Erkrankungsgeschehen kann weiterführende Beschwerden, wie bspw. Asthma verhindern. Zu betonen ist, dass Heuschnupfen als eine chronische Krankheit unter adäquaten Therapie gestoppt und sogar geheilt werden kann.
Hyaluronsäure: Effektiv gegen Falten – Botox-Alternative
Oktober 18, 2008 by admin
Filed under Beauty & Pflege
Seit langer Zeit sind die Menschen auf der Suche nach der ewigen Jugend. Sicherlich haben auch Sie Geschichten über Mittel der besonderen Art gehört, wie über Bäder in Stutenmilch, die Anwendung irgendwelcher Wunderwässer usw. Auch wenn das absolute Wundermittel bisher noch unentdeckt ist, ist es der modernen Forschung gelungen, viele Erkenntnisse über den Alterungsprozess und den Zellaufbau unserer Haut zu gewinnen. Diese lassen sich in der modernen Kosmetik oder in der Schönheitschirurgie unterschiedlich umsetzen.
Wenn auch Sie davon profitieren wollen, haben Sie viele unterschiedliche Möglichkeiten wie den Einsatz von Faltenauffüllern, ausgewogener Kosmetikprodukte oder Anti-Age-Pillen. Natürlich ist auch eine Kombination der genannten Anwendungen möglich. Sie werden dabei häufig auf die Substanz Hyaluronsäure stoßen, sie ist Bestandteil fast aller Anti-Aiging-Progamme und das aus gutem Grund. Hyraluronsäure kann in Form von Injektionen als Faltenauffüller in der Chirurgie eingesetzt werden, beugt bei regelmäßiger Anwendung in der Hautpflege weiterer Faltenbildung vor und ist kurz gesagt- ein Multitalent.
Dies begründet sich in der Hauptsache dadurch, dass Hyaluron Säure ein körpereigener Stoff ist und auch bei biosynthetischer Herstellung eine Menge positiver Eigenschaften aufweist. Sie regt zur Neubildung von Zellen an, bindet Feuchtigkeit und sorgt durch ihre besondere Struktur für bessere Versorgung der Haut mit Nährstoffen und Flüssigkeit. Dadurch werden die Spuren äußerer Einflüsse wie zu starke Sonneneinwirkung, Stress usw., ebenso wie natürliche Einwirkungen z.B. die nachlassende Spannkraft der Haut mit fortschreitendem Alter, gemildert. Bei regelmäßiger Benutzung im Rahmen der kosmetischen Pflege, entwickelt die Hyaluronsäure sogar vorbeugende Wirkung gegen zuviel Sonne und schädliche Umwelteinflüsse, in dem sie die schädlichen Stoffe bindet und sie so “entschärft”.
Aber Hyaluronsäure ist nicht nur in der kosmetischen Hautpflege oder der Schönheitschirurgie anwendbar. Da sie die Regeneration und Zellerneuerung der Haut positiv beeinflusst, wird sie auch im medizinischen Bereich eingesetzt z. B. bei der Wundheilung oder bei besonderen Hautproblemen wie Diabetikerhaut und Formen der Neurodermitis. Und bei all diesen guten Eigenschaften ist sie nahezu für alle Menschen verträglich, Allergien durch Hyaluronsäure sind kaum bekannt.
Anti-Age-Pillen, die Vitalstoffe wie Kalzium, Zink, Eisen, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E enthalten, sind die ideale Ergänzung bei der Anwendung von Hyaluronsäure. Die genannten Vitalstoffe können, wenn sie ausreichend dosiert sind, gegen Falten wirken.
- Vitamin A ist wichtig für die Haut, weil es sie glättet und Austrocknung vorbeugt.
- Vitamin C verfeinert die Strukturen der Haut und kann die Bildung von Kollagen unterstützen.
- Vitamin E entfaltet entzündungshemmende Wirkung, verbessert die Durchblutung und die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit.
Alle genannten Vitamine schützen uns vor den freien Radikalen im Körper.
Lebensmittelallergien – Woher kommen sie, wie entstehen sie?
November 19, 2007 by admin
Filed under Essen & Trinken
Für einige Menschen kann Nahrung ein Problem darstellen? Es drängt sich die Frage auf: Macht uns unser Essen krank? Die Lebensmittelallergiehäufigkeit Erwachsener liegt bei ungefähr 2 – 4 %, bei Kindern zeigt sich eine Wahrscheinlichkeit von ca. 0,5 -7,5 %. Jugendliche sowie jüngere Erwachsene leiden häufiger an jenen. Bei Frauen ist eine doppelt so hohe Betroffenheit zu registrieren (Genetik, Hormone, vermehrte Exposition). Gründe sind unter Anderem das erweiterte Nahrungsangebot (exotisches Obst, Gemüse…) oder auch die häufige Einnahme von Antazida (Magensäureblocker). Gegenwärtig ist eine starke Zunahme der Sensibilisierung gegen Erdnüsse und Soja, sowie gegen einige exotische pflanzliche Produkte zu verzeichnen. Eine solche Allergie muss nicht ein Leben lang bestehen (spontan eintretende Toleranz, z. B. frühkindliche Kuhmilchallergie).
Begriffsklassifizierung
Lebensmittelallergie (= Nahrungsmittelallergie), ist dem Oberbegriff der Lebensmittelunverträglichkeit unterzuordnen und ist darunter der Hypersensitivität zuzuordnen. Diese erfährt eine Einteilung in nicht-allergische sowie allergische Hypersensitivität, wobei die letztere die Lebensmittelallergie im eigentlichen Sinne darstellt. Die Hypersensitivität führt bei prädisponierten Patienten zu objektiven Symptomen, die durch Exposition eines definierten Stimulus auftreten, der von Gesunden problemlos toleriert wird.
Definition und Kriterien
Die Lebensmittelallergie ist eine durch immunologische Mechanismen hervorgerufene Hypersensitivitätsreaktion (Überreaktion des Immunsystems) nach Nahrungsmittelaufnahme (IgE-medierte allergische Reaktion). Auslösend wirken bestimmte Nahrungsmittel oder Nahrungsbestandteile, häufig ein Protein oder Glycoprotein, welche vom Körper als fremd erkannt werden und damit eine Immunreaktion auslösen. Die Sicherstellung des Vorliegens einer Lebensmittelallergie resultiert aus dem Nachweis einer immunologischen Sensibilisierung (Antikörpernachweis; Bildung von IgE-Antikörpern ist Vorraussetzung für eine allergische Hypersensibilität), zum Ausschluss anderer Möglichkeiten der Unverträglichkeit. Als sensibilisierungsfördernde Substanzen werden genetische Prädisposition, Menge und Potenz des Allergens, gestörte Funktion der Schleimhautbarriere des Magen-Darm-Traktes (erleichtert das Eindringen der Allergene), sowie das Lebensalter angesehen.
Die Allergische Reaktion
Bei der Lebensmittelallergie handelt es sich um eine spezifische, erworbene IgE-vermittelte Allergie. Bedeutet, dass beim Erstkontakt zunächst eine Sensibilisierung (= Allergisierung) stattfindet, die einen asymptotischen Verlauf aufweist. Während der Allergisierung wird, durch Interaktion von B-Zellen und T-Helferzellen, das Antigen präsentiert, so dass die B-Zelle eine Reifung zur Plasmazelle vollzieht und IgE-Antkörper produziert und freisetzt. Diese sensibilisieren Mastzellen. Bei Zweitkontakt mit dem Allergen (=Antigen; Bindung Antigen an IgE auf der Mastzelle) kommt es zur Sofortreaktion (Anaphylaxie), aufgrund der, durch Antigenbindung ausgelösten, Degranulation der Mastzellen und dem daraufhin freiwerdenden Histamin. Die Spätphase beinhaltet die Phagozytose der Antigen-Antikörper-Komplexe durch Granulozyten, die auch gewebsaktive Substanzen freisetzen. Diese und das Histamin sind für die allergischen Symptome nach Zweitkontakt verantwortlich. Bei Allergenkarenz bleibt die Symptomatik aus.
Welche Substanzen wirken allergen?
Der Begriff Lebensmittelallergen meint Substanzen, die vom Körper als fremd erkannt werden und eine Immunantwort mit Bildung spezifischer Antiköper der Klasse IgE auslösen. Es handelt sich zumeist um Proteine (oft wasserlösliche Glycoproteine), die allergene Determinanten (Epitope) aufweisen. Diese werden unterschieden in sequentielle (relativ stabil gegen thermische Einflüsse und pH-Änderungen; z. b. Allergene aus Fisch, Haselnuss, Erdnuss) und sterische Epitope, die relativ instabil gegenüber Hitze und pH-Änderungen reagieren (Stein- und Kernobst) und daher, wenn Sie solche Produkte kochen, meist verträglich sind. Auch technologische Behandlungsmaßnahmen (Trocknung, Lagerung, Proteolyse) können zum Verlust der Allergenität führen.
Art des Kontaktes
Neben dem klassischen Weg, per ingestionum (orale Aufnahme), ist auch der Kontakt auf hämatogenen (Blutweg; selten), z. B. bei Schnittverletzungen im Rahmen der Lebensmittelzubereitung, oder auf perkutanen (Aufnahme über die Haut) Wege möglich. Des Weiteren wird auch eine Allergenberührung per inhalationem (Atemwege) als denkbar erachtet.
Häufige Allergene im Erwachsenenalter
Die Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien hängt im Wesentlichen von den Verzehrgewohnheiten der jeweiligen Altergruppe und Population sowie von der allergenen Potenz ab. Gehäuft allergische Reaktion findet sich unter anderem bei Erdnüssen, Apfel, Soja, Tomate, Paprika, Nüssen, hier speziell die Erdnuss, die häufig heftige allergische Reaktionen oder einen anaphylaktischen Schock zur Folge haben, sowie Sellerie und Roggen.
Häufige Allergene im Kindesalter
Besonders Kleinkinder und Säuglinge können unter heftigem Erbrechen und starken Durchfällen leiden, infolge dessen die normale Entwicklung beeinträchtigt sein kann.
Kinder reagieren gehäuft allergisch auf Ei, Milch, Weizen/Dinkel, sowie Erdnuss und Soja.
Risikofaktoren
Einfluss haben die familiäre Prädisposition, also die genetische Konstellation, meint, dass eine geringes Allergierisiko besteht wenn keines der beiden Elternteile eine Allergie aufweist und ein hohes Risiko, wenn beide Eltern betroffen sind. Auch Umweltfaktoren, wie Klima oder Allergenexposition, haben eine gewisse Wirkung. Ebenfalls werden hoher sozialer Status, zu wenig frühkindliche Infekte und ein hoher Hygienestandart als Gefahr erachtet.
Symptome
Symptome können lokal oder systemisch auftreten. In den meisten Fällen werden Sie Hautsymptome (Juckreiz, Nesselsucht, Neurodermitis, Dermatitis, Ödeme) wahrnehmen. Auch können Magen-Darm-Trakt (Übelkeit, Diarrhö, Bauchschmerzen, Obstipation) und Atemwege (Asthma bronchiale, Husten, Schwellungen) in Mitleidenschaft gezogen werden. Allgemein registrieren Sie evt. Kopfschmerzen, Schwellungen, Fieber sowie Gewichtsverlust. Eine gefürchtete Komplikation ist der anaphylaktische Schock. Die Schwere der Erkrankung kann abhängig sein vom Sensibilisierungsgrad oder Wirkungsgrad der Allergene, sowie von der Frequenz der Allergenexposition und der Anwesenheit von absorptionsfördernden Substanzen, wie Gewürzen, Alkohol, Koffein, Acetylsalizylsäure. Ebenfalls entscheidend ist der Verarbeitungsgrad des Lebensmittels (roh vs. verarbeitet).
Verlauf
Der Verlauf einer Lebensmittelallergie variiert. Tritt sie im Kindesalter auf, können Sie zumeist mit einer Besserung oder sogar mit dem Abklingen der Allergie innerhalb der ersten Lebensjahre rechnen, da sich im Laufe der Zeit Immun- und Verdauungssystem vollständig entwickeln. Erwachsene leiden meist über Jahrzehnte an den Lebensmittelallergien, diese gehen dann nicht selten mit Heuschnupfen einher.
Diagnostik
Eine Lebensmittelallergie zu diagnostizieren erweist sich in vielen Fällen als schwierige Aufgabe. Zum einen, weil die Nahrung eine Vermengung mehrer Zutaten darstellt und zum anderen können die Allergene auch in versteckter Form enthalten sein.
Zunächst erfolgt die Anamnese, im Rahmen derer Sie nach Symptomen gefragt und Nahrungsprotokolle erstellt werden. Es folgt ein Hauttest, dessen Durchführung in verschiedenen Varianten möglich ist. Auch serologische Tests (Messung Gesamt-IgE und allergenspezifischer IgE-Antikörper) oder Diättests, charakterisiert durch Such- oder Eliminationsdiäten mit anschließenden Provokationsdiäten, die Sie nur unter ärztlicher Aufsicht bewerkstelligen dürfen (Gefahr: anaphylaktischer Schock), kommen hier zum Einsatz.
Therapie
Oberstes Gebot stellt die Allergenkarenz dar. Realisieren können Sie diese Maßnahme durch eine individuelle Diät mit Elimination der entsprechenden Allergene bzw. Lebensmittel, hierbei aber Alternativen finden um Nährstoffmängeln aus dem Weg zu gehen. Das Selbstherstellen von Speisen und damit der Verzicht auf Fertigprodukte kann sehr hilfreich sein. Wen vorgefertigte Produkte, dann auf die Zutatenliste achten. Auch sollten Stoffe vermieden werden, die zwar potentiell nicht allergen wirken, aber eine allergische Reaktion triggern können (Alkohol, bestimmte Medikamente, biogene Amine). Sie sollten auch mögliche Kreuzreakionen bedenken (z. B. Sellerie-Karotte-Beifuß-Gewürz-Syndrom). Eine weitere Methode der Therapie ist die Hyposensibilisierung, hierbei wird oral oder subkutan das Allergen, gewonnen aus nativem Material, mit steigender Dosis wiederholt appliziert. Die Wirkmechanismen sind zum Teil unbekannt. Bei multiplen und nur schwer eliminierbaren Nahrungmittelallergien kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Patienten die zu anaphylaktischen Schock neigen, müssen immer ein Notfallset (Adrenalinspray, Antihistaminika) mit sich führen
Prävention
Stillende Mütter sollten bekannte Allergene (Kuhmilch, Eier, Fisch) eliminieren und wenn möglich 4-6 Monate stillen, da so eine optimale Ernährung des Säuglings gewährleistet wird. Ist dies nicht durchführbar, nutzen Sie hypoallergene (stark hydrolysierte Molken- oder Vollmilchproteine; sämtliche Proteine in kleinen Bruchstücken, daher von Antikörpern nicht erkennbar) Säuglingsnahrung. Bevorzugt allergenarme Beikost (nach dem 4. Monat) füttern. Frischmilch, Soja, Eier und Fisch erst nach dem ersten Lebensjahr dem Kind anbieten. Auch inhalative Allergene, wie Hausstaub sowie Rauch meiden.

