Vergiftungsgefahr bei Verwechslung von Bärlauch
April 28, 2009 by admin
Kategorie: Essen & Trinken
Wenn die ersten warmen Tage kommen, sind schon die Sammler in den Wäldern und Wiesen unterwegs um Wildgemüse wie den Bärlauch zu sammeln. Der Bärlauch ist eine sehr gesunde und in der Naturheilkunde sehr geschätzte Pflanze. Leider unterschätzen viele aber die Gefahren die vom Sammeln der Pflanzen ausgehen. So kommt es jedes Jahr zu zum Teil tragischen Vergiftungsfällen, die durch die Verwechslung des Bärlauchs mit anderen Gewächsen kommt.
Die Blätter des Maiglöckchens ähneln denen des Bärlauchs sehr stark und oft wachsen beide Pflanzen auch relativ nah beieinander. Das Maiglöckchen ist eine sehr schöne Blume die aber in allen Teilen sehr giftig ist, sie enthält Glykoside, dies sind Giftstoffe wie sie auch der hochgiftige Fingerhut enthält. Gerät so ein Blatt in zwischen den gesammelten Bärlauch so kann Übelkeit auftreten sowie Herzrhythmusstörungen, diese können im Extremfall sogar zum Tod führen.
Ebenso gefährlich kann es werden wenn es zu einer Verwechslung mit der Herbstzeitlose kommt, zwar blüht diese Giftpflanze wie der Name schon sagt erst im Herbst, aber die grünen Blätter erscheinen im Frühjahr etwa zur selben Zeit wie der Bärlauch. Diese Blätter enthalten das Alkaloid Colchicin. Eine Vergiftung äußert sich zunächst in einem Brennen im Mund, es folgen Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen mit oft blutigen Durchfällen. Wenn der Verdacht einer Vergiftung besteht, ist sofort ein Arzt hinzu zu ziehen. Denn gerade bei Kindern besteht die Gefahr eines Atemstillstands. Wer Bärlauch sammelt sollte sich die Blätter genau ansehen und immer daran riechen, denn nur der Bärlauch verströmt den typischen knoblauchähnlichen Duft.
Aber nicht nur die Verwechslung des Bärlauchs mit seinen giftigen Doppelgängern kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Oft findet man an den Blättern die Eier des Fuchsbandwurms. Das ist ein Parasit der sich in den inneren Organen wie der Leber oder der Milz festsetzt und vor dort aus das umliegende Gewebe zersetzt. Das tückische an dem Befall ist, dass der Betroffene oft jahrelang nichts davon bemerkt. Dabei werden die Organe, durch die Vermehrung des Wurms so stark geschädigt dass für einen Teil der Erkrankten jede Hilfe zu spät kommt. Wird der Befall rechtzeitig entdeckt so müssen über Jahre hinweg Anti-Wurm-Medikamente eingenommen werden.
Wer das alles vermeiden will, sollte sehr vorsichtig sein wenn es um das Sammeln und den Genuss von Bärlauch geht. Denn obwohl immer wieder vor der Gefahr einer Verwechslung gewarnt wird, kommt es doch immer wieder zu Todesfällen. Wer sich vor dem Fuchsbandwurm wirksam schützen will, der sollte die Blätter vor dem Verzehr kurz blanchieren, bzw. die Speisen in denen Bärlauch enthalten ist gut durch erhitzen. Das ist die einzige Methode die die Eier des Fuchsbandwurms unschädlich macht.
Mayr-Kur – Fastenkur: Entschlackung und Darmreinigung
April 25, 2009 by admin
Kategorie: Essen & Trinken
Nach dem Arzt Franz Xaver Mayr, der die Mayr-Kur entwickelte, wurde die Kur benannt. Die Mayr-Kur ist eine Ernährungstherapie und gleichzeitig eine Fastenkur. Mit der Ernährungstherapie können schnell einige unliebsame Pfunde verschwinden. Beim Fasten wird eine Entschlackung des Körpers durchgeführt, mit Hilfe einer Spülung und Bittersalzen wird der Darm vollständig entleert. Es werden die Giftstoffe, die sich in jedem menschlichen Körper befinden, auf diese Weise heraus gespült.
Ablauf der Mayr-Kur
Die Fastenkur beginnt mit der Reinigung des Darms, dafür trinkt man einen Tag lang nur Tee. Anschließend beginnt die eigentliche Mayr-Kur. Dabei werden Brötchen und Milch zu sich genommen. Es sollten auf jeden Fall alte Brötchen sein, denn dadurch wird ein intensives Kauen gewährleistet. Hierbei erlernt man eine spezielle Esstechnik / Kautechnik.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Brötchen mit dem eigenen Speichel gut durchnässt werden. Man muss langsam essen, damit das Gefühl der Sättigung sich einstellen kann. Schlingt man das Essen zu schnell hinunter, nimmt man mehr Speisen auf, als der Körper eigentlich benötigt. Das Sättigungsgefühl stellt sich immer erst einige Zeit später ein.
Während der Fastenkur werden Karlsbader Salz, Bittersalz, Kräutertee und stilles Wasser sowie Milch getrunken. Mit den Bittersalzen und dem Karlsbader Salz kommt es zu einer Entschlackung im Körper, ebenfalls unterstützen die anderen Getränke das Entschlacken bei der Mayr-Kur. Somit werden die köpereigenen Fette abgebaut, was nur mit einer Darmreinigung zu erreichen ist. Während der Mayr-Kur finden eine regelmäßige Darmreinigung, verschiedene Wickeltechniken und Massagen statt. Mit den Massagen wird die Muskulatur gelockert, es werden Sperren gelöst, was wiederum zur Folge hat, dass der Lymphfluss in Gang gebracht wird und über den Blutkreislauf die Schlacken- und Giftstoffe abtransportiert werden. Der Verzicht auf Eiweiße und Fettsäuren gehört zur Mayr-Kur.
Vorzüge der Mayr-Kur
Wie bei jeder Fastenkur, sollte man auch die Mayr-Kur in einer Gruppe durchführen. Dadurch fühlt man sich nicht so allein gelassen und kann mit anderen an der Seite bessere Erfolge erzielen. Bei der Mayr-Kur erhält man in der Gruppe ärztlichen Beistand und nach kurzer Zeit setzt das Wohlbefinden ein. Die ganzen Giftstoffe werden mit Hilfe der Darmreinigung über den Blutkreislauf abgebaut und man fühlt sich durch die Entschlackung wie ein neuer Mensch.
Nachteile der Mayr-Kur
Durch die einseitige Ernährung, ist der Mangel an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vorprogrammiert. So gut dem menschlichen Körper eine Entschlackung auch bekommt, birgt sie doch ihre Nachteile in sich. Als eine Umstellung der Ernährung kann man keine Fastenkur ansehen, auch nicht die Mayr-Kur. Die Versorgung mit Eiweißen und Fettsäuren ist bei einer Fastenkur nicht gegeben. Vor dem Beginn einer Entschlackung sollte man sich vom Hausarzt untersuchen lassen, damit gesundheitliche Risiken ausgeschlossen werden können.
Menopause – Wechseljahre – Hitzewallungen
April 23, 2009 by admin
Kategorie: Gesundheit
Für jede Frau zwischen 45 und 55 Jahren kommt irgendwann der Zeitpunkt, da dem die Fruchtbarkeit endet und eine neue Lebensphase beginnt. Mit der letzen Regelblutung, auch Menopause genannt, beginnen der Hormonhaushalt und damit der Körper sich umzustellen. Das Wort Menopause ist ein wenig irreführend, denn es handelt sich ja nicht wie man vielleicht annehmen könnte, um eine Pause in der Fruchtbarkeit, sondern um deren Ende.
Die Eizellen die schon bei der Geburt in den Eierstöcken bereit standen, sind aufgebraucht und das hormonproduzierende Gewebe verkümmert langsam. Das durchschnittliche Alter der Frau liegt zu diesem Zeitpunkt etwa bei 52 Jahren. Zu den Wechseljahren zählen auch schon die beiden Jahre vor der Menopause, im Fachjargon wird diese Zeit prämenopausaler Abschnitt genannt. Die Zeit nach der letzen Regel nennt der Fachmann den postmenopausalen Abschnitt. Insgesamt dauern die Wechseljahre etwa 10 Jahre, das ist aber wie jede Entwicklung des Körpers individuell sehr verschieden.
Während die einen Frauen kaum Beschwerden an sich erkennen können, sind andere erheblichen körperlichen und seelischen Wechselbädern ausgesetzt. Die bekannteste Erscheinung dieser Zeit sind die Hitzewallungen, plötzlich auftretende Schweißausbrüche, die eine Frau erheblich belasten können. Außerdem sind 70 – 80% der Frauen von Stimmungsschwankungen betroffen, diese können in extremen Fällen bis zu einer Depression führen. Darüber hinaus zeigt sich bei vielen Frauen eine zunehmende Trockenheit der Scheidenschleimhaut, was zu Beschwerden beim Verkehr führen kann. Jede dieser Erscheinungen hängt mit den hormonellen Veränderungen im Körper zusammen und ist aus medizinischer Sicht gut behandelbar.
Bis vor kurzem galt die Hormonersatztherapie als das Heilmittel schlechthin, um alle Befindlichkeiten der Wechseljahre verschwinden zu lassen. In letzter Zeit mehren sich aber die Stimmen, die wegen der vielfältigen Gefahren für die Gesundheit, wieder davon abraten. Bei Untersuchungen hatte sich gezeigt dass Frauen die mit Hormonen behandelt wurden, mit einem erhöhten Krebs und Thromboserisiko rechnen müssen. Um den Beschwerden entgegen zu wirken wird den Frauen empfohlen Sport zu treiben und sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Seelische Ausgeglichenheit scheint dabei einer der Schlüssel zu sein, dass eine Frau diese Zeit nicht als das Ende ihres Lebens empfindet, sondern als Aufbruch in eine neue Unabhängigkeit.
Wie eine Frau diesen Teil ihrer Entwicklung erlebt, hängt zu einem nicht unerheblichen Teil davon ab, in welchem Kulturkreis sie ihr Leben verbringt. Während in Indien und in vielen scheinbar weniger entwickelten Ländern der Welt, die Frauen nach dem Ende der Fruchtbarkeit an Wert gewinnen, verbannt unsere „ewige Jugend“ fordernde Kultur die Frauen in eine Art sexuelles Niemandsland. Und so ist es nicht verwunderlich, dass in den westlichen Industrieländern Frauen in den Wechseljahren mehr körperliche und seelische Beschwerden entwickeln als anderswo. Der Druck den die Gesellschaft auf die Frauen ausübt, führt dazu, dass ein ganz normaler Teil der körperlichen Entwicklung zu einer Horrorvorstellung für die Frau wird. Immer mehr Frauen erkennen diese Zeit aber als eine neue Phase ihres Lebens in der sie noch einmal neu anfangen können und ihr Leben neu ordnen.
Pollenallergie – Heuschnupfen (allergischer Rhinitis)
April 13, 2009 by admin
Kategorie: Gesundheit
Der lang ersehnte Frühling ist endlich da! Mit den ersten Sonnenstrahlen erwacht die Natur aus seinem Winterschlaf und erblüht in seinen frohen Farben. Während es für die einen heißt unbeschwert die Natur zu genießen, heißt es für die anderen die Taschentücher bereit halten. Mit dem Frühlingserwachen beginnt allein in Deutschland für 15 Millionen Menschen die Zeit der ständigen Niesattacken, lästigem Augenjucken und Atemnot. Während sich die ersten Pollen bereits seit Jahresanfang bemerkbar machten, haben jetzt Baumpollen wie Birke, Weide, Pappel oder Esche ihre Hochsaison. Unter allergischer Rhinitis leiden 20 Prozent der Bevölkerung und die Tendenz ist stetig steigend. Daher wird der Heuschnupfen -wie es im Volksmund heißt- auch zunehmend als eine Volkskrankheit betrachtet.
Heuschnupfen hat dabei nichts mit Heu oder einem normalen Schnupfen zu tun. Die in der Medizin auch als Pollinose genannte Erkrankung, ist vielmehr eine Überempfindlichkeit auf verschiedene Umweltstoffe, wie Baum- oder Blütenpollen, Gräser und Kräuter. Treten Pollenallergiker auf irgend einem Wege mit diesen Umweltstoffen in Kontakt, so wirken die aufgenommenen Pollen als Allergene im Körper und lösen eine immunologische Reaktion aus. Die allergische Reaktion geht überwiegend mit typischen und lästigen Erkältungssymptomen wie Fließschnupfen, verstopfter Nase, heftigen und häufigen Niesattacken etc. einher. Nach Expertenmeinung wird die Neigung zur Pollenallergie angeboren. Doch zusätzlich wird angeführt, dass bestimmte Umweltfaktoren, wie bspw. Feinstaub, Schadstoffe sowie veränderte Lebensgewohnheiten, wie die Nutzung einer Zentralheizung, diese Neigung begünstigen. Dies dürfte somit auch die stetig steigende Anzahl an Pollenallergikern erklären. Laut dem im Juni 2008 von der World Allergy Organization herausgebrachten Bericht leiden mittlerweile weltweit 300 Millionen Menschen unter Heuschnupfen. Unter dem Einfluß des Klimawandels wird ein weiterer Anstieg von Betroffenen erwartet.
Die allergische Rhinitis wird mit den heutigen medizinischen Möglichkeit auf drei verschiedene Arten therapiert. Die triviale Art der Therapiemöglichkeit ist die sog. Karenz, d. h. die Meidung des Allergens. Es erfordert eine umfassende ärztliche Beratung um Pollenallergiker über Vermeidungsmöglichkeiten aufzuklären. Abhängig davon, um welches Allergen es sich handelt, werden verschiedene Methoden und Verhaltensweisen aufgezeigt, die den Kontakt mit Allergenen verhindern bzw. minimieren können. Ein Pollenflugplan kann beispielsweise Aufschluss über die bedenkenlose Lüftung von Räumlichkeiten zu bestimmten Zeitpunkten oder für Aktivitäten im Freien geben. Dabei können Betätigungen im Freien auch auf die Zeit nach einem kräftigen Regenschauer gelegt werden. Zusätzlich wird empfohlen, die im freien getragene Kleidung vor dem Betreten des Schlafraums zu wechseln sowie die Haare vor dem schlafen gehen zu waschen.
Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die medikamentöse Behandlung eines Heupschupfen Betroffenen, die sog. Pharmakotherapie. Abhängig von vorhandenen Beschwerden können Antiallergika mit verschiedenen Wirkstoffen verschrieben werden. Die meist verbreitete Form der Antiallergika ist die Tablette mit kombinierten Wirkstoffen, die eine umfassende Abhilfe gegen alle lästige Heuschnupfen Symptome verschaffen. Neben Tabletten bieten Nasensprays und Augentropfen eine zusätzliche Befreiung. Eine spezifische Immuntherapie verspricht hingegen die Empfindlichkeit es Allergikers gegen die allergieauslösende Stoffe zu senken. Die sog. Hyposensibilisierung sieht die Verabreichung von anfangs niedrigen Mengen des Allergens vor. Die Dosis wird während der Therapiezeit gesteigert. Schließlich injiziert der Arzt im Abstand von einigen Wochen die gleiche Dosis an Allergenen. 80 Prozent der so behandelten Allergiker schließen die Immuntherapie erfolgreich ab.
Unabhängig davon welche Therapiemöglichkeit präferiert wird, ist es ratsam frühzeitig einen Fachmann für Allergien zu konsultieren. Geeignete und wirksame Therapien werden von einem Allergologen nach einer umfassenden Untersuchung vorgeschlagen. Ein frühzeitiges eingreifen in das Erkrankungsgeschehen kann weiterführende Beschwerden, wie bspw. Asthma verhindern. Zu betonen ist, dass Heuschnupfen als eine chronische Krankheit unter adäquaten Therapie gestoppt und sogar geheilt werden kann.

