Lebensmittelallergien – Woher kommen sie, wie entstehen sie?
November 19, 2007 by admin
Kategorie: Essen & Trinken
Für einige Menschen kann Nahrung ein Problem darstellen? Es drängt sich die Frage auf: Macht uns unser Essen krank? Die Lebensmittelallergiehäufigkeit Erwachsener liegt bei ungefähr 2 – 4 %, bei Kindern zeigt sich eine Wahrscheinlichkeit von ca. 0,5 -7,5 %. Jugendliche sowie jüngere Erwachsene leiden häufiger an jenen. Bei Frauen ist eine doppelt so hohe Betroffenheit zu registrieren (Genetik, Hormone, vermehrte Exposition). Gründe sind unter Anderem das erweiterte Nahrungsangebot (exotisches Obst, Gemüse…) oder auch die häufige Einnahme von Antazida (Magensäureblocker). Gegenwärtig ist eine starke Zunahme der Sensibilisierung gegen Erdnüsse und Soja, sowie gegen einige exotische pflanzliche Produkte zu verzeichnen. Eine solche Allergie muss nicht ein Leben lang bestehen (spontan eintretende Toleranz, z. B. frühkindliche Kuhmilchallergie).
Begriffsklassifizierung
Lebensmittelallergie (= Nahrungsmittelallergie), ist dem Oberbegriff der Lebensmittelunverträglichkeit unterzuordnen und ist darunter der Hypersensitivität zuzuordnen. Diese erfährt eine Einteilung in nicht-allergische sowie allergische Hypersensitivität, wobei die letztere die Lebensmittelallergie im eigentlichen Sinne darstellt. Die Hypersensitivität führt bei prädisponierten Patienten zu objektiven Symptomen, die durch Exposition eines definierten Stimulus auftreten, der von Gesunden problemlos toleriert wird.
Definition und Kriterien
Die Lebensmittelallergie ist eine durch immunologische Mechanismen hervorgerufene Hypersensitivitätsreaktion (Überreaktion des Immunsystems) nach Nahrungsmittelaufnahme (IgE-medierte allergische Reaktion). Auslösend wirken bestimmte Nahrungsmittel oder Nahrungsbestandteile, häufig ein Protein oder Glycoprotein, welche vom Körper als fremd erkannt werden und damit eine Immunreaktion auslösen. Die Sicherstellung des Vorliegens einer Lebensmittelallergie resultiert aus dem Nachweis einer immunologischen Sensibilisierung (Antikörpernachweis; Bildung von IgE-Antikörpern ist Vorraussetzung für eine allergische Hypersensibilität), zum Ausschluss anderer Möglichkeiten der Unverträglichkeit. Als sensibilisierungsfördernde Substanzen werden genetische Prädisposition, Menge und Potenz des Allergens, gestörte Funktion der Schleimhautbarriere des Magen-Darm-Traktes (erleichtert das Eindringen der Allergene), sowie das Lebensalter angesehen.
Die Allergische Reaktion
Bei der Lebensmittelallergie handelt es sich um eine spezifische, erworbene IgE-vermittelte Allergie. Bedeutet, dass beim Erstkontakt zunächst eine Sensibilisierung (= Allergisierung) stattfindet, die einen asymptotischen Verlauf aufweist. Während der Allergisierung wird, durch Interaktion von B-Zellen und T-Helferzellen, das Antigen präsentiert, so dass die B-Zelle eine Reifung zur Plasmazelle vollzieht und IgE-Antkörper produziert und freisetzt. Diese sensibilisieren Mastzellen. Bei Zweitkontakt mit dem Allergen (=Antigen; Bindung Antigen an IgE auf der Mastzelle) kommt es zur Sofortreaktion (Anaphylaxie), aufgrund der, durch Antigenbindung ausgelösten, Degranulation der Mastzellen und dem daraufhin freiwerdenden Histamin. Die Spätphase beinhaltet die Phagozytose der Antigen-Antikörper-Komplexe durch Granulozyten, die auch gewebsaktive Substanzen freisetzen. Diese und das Histamin sind für die allergischen Symptome nach Zweitkontakt verantwortlich. Bei Allergenkarenz bleibt die Symptomatik aus.
Welche Substanzen wirken allergen?
Der Begriff Lebensmittelallergen meint Substanzen, die vom Körper als fremd erkannt werden und eine Immunantwort mit Bildung spezifischer Antiköper der Klasse IgE auslösen. Es handelt sich zumeist um Proteine (oft wasserlösliche Glycoproteine), die allergene Determinanten (Epitope) aufweisen. Diese werden unterschieden in sequentielle (relativ stabil gegen thermische Einflüsse und pH-Änderungen; z. b. Allergene aus Fisch, Haselnuss, Erdnuss) und sterische Epitope, die relativ instabil gegenüber Hitze und pH-Änderungen reagieren (Stein- und Kernobst) und daher, wenn Sie solche Produkte kochen, meist verträglich sind. Auch technologische Behandlungsmaßnahmen (Trocknung, Lagerung, Proteolyse) können zum Verlust der Allergenität führen.
Art des Kontaktes
Neben dem klassischen Weg, per ingestionum (orale Aufnahme), ist auch der Kontakt auf hämatogenen (Blutweg; selten), z. B. bei Schnittverletzungen im Rahmen der Lebensmittelzubereitung, oder auf perkutanen (Aufnahme über die Haut) Wege möglich. Des Weiteren wird auch eine Allergenberührung per inhalationem (Atemwege) als denkbar erachtet.
Häufige Allergene im Erwachsenenalter
Die Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien hängt im Wesentlichen von den Verzehrgewohnheiten der jeweiligen Altergruppe und Population sowie von der allergenen Potenz ab. Gehäuft allergische Reaktion findet sich unter anderem bei Erdnüssen, Apfel, Soja, Tomate, Paprika, Nüssen, hier speziell die Erdnuss, die häufig heftige allergische Reaktionen oder einen anaphylaktischen Schock zur Folge haben, sowie Sellerie und Roggen.
Häufige Allergene im Kindesalter
Besonders Kleinkinder und Säuglinge können unter heftigem Erbrechen und starken Durchfällen leiden, infolge dessen die normale Entwicklung beeinträchtigt sein kann.
Kinder reagieren gehäuft allergisch auf Ei, Milch, Weizen/Dinkel, sowie Erdnuss und Soja.
Risikofaktoren
Einfluss haben die familiäre Prädisposition, also die genetische Konstellation, meint, dass eine geringes Allergierisiko besteht wenn keines der beiden Elternteile eine Allergie aufweist und ein hohes Risiko, wenn beide Eltern betroffen sind. Auch Umweltfaktoren, wie Klima oder Allergenexposition, haben eine gewisse Wirkung. Ebenfalls werden hoher sozialer Status, zu wenig frühkindliche Infekte und ein hoher Hygienestandart als Gefahr erachtet.
Symptome
Symptome können lokal oder systemisch auftreten. In den meisten Fällen werden Sie Hautsymptome (Juckreiz, Nesselsucht, Neurodermitis, Dermatitis, Ödeme) wahrnehmen. Auch können Magen-Darm-Trakt (Übelkeit, Diarrhö, Bauchschmerzen, Obstipation) und Atemwege (Asthma bronchiale, Husten, Schwellungen) in Mitleidenschaft gezogen werden. Allgemein registrieren Sie evt. Kopfschmerzen, Schwellungen, Fieber sowie Gewichtsverlust. Eine gefürchtete Komplikation ist der anaphylaktische Schock. Die Schwere der Erkrankung kann abhängig sein vom Sensibilisierungsgrad oder Wirkungsgrad der Allergene, sowie von der Frequenz der Allergenexposition und der Anwesenheit von absorptionsfördernden Substanzen, wie Gewürzen, Alkohol, Koffein, Acetylsalizylsäure. Ebenfalls entscheidend ist der Verarbeitungsgrad des Lebensmittels (roh vs. verarbeitet).
Verlauf
Der Verlauf einer Lebensmittelallergie variiert. Tritt sie im Kindesalter auf, können Sie zumeist mit einer Besserung oder sogar mit dem Abklingen der Allergie innerhalb der ersten Lebensjahre rechnen, da sich im Laufe der Zeit Immun- und Verdauungssystem vollständig entwickeln. Erwachsene leiden meist über Jahrzehnte an den Lebensmittelallergien, diese gehen dann nicht selten mit Heuschnupfen einher.
Diagnostik
Eine Lebensmittelallergie zu diagnostizieren erweist sich in vielen Fällen als schwierige Aufgabe. Zum einen, weil die Nahrung eine Vermengung mehrer Zutaten darstellt und zum anderen können die Allergene auch in versteckter Form enthalten sein.
Zunächst erfolgt die Anamnese, im Rahmen derer Sie nach Symptomen gefragt und Nahrungsprotokolle erstellt werden. Es folgt ein Hauttest, dessen Durchführung in verschiedenen Varianten möglich ist. Auch serologische Tests (Messung Gesamt-IgE und allergenspezifischer IgE-Antikörper) oder Diättests, charakterisiert durch Such- oder Eliminationsdiäten mit anschließenden Provokationsdiäten, die Sie nur unter ärztlicher Aufsicht bewerkstelligen dürfen (Gefahr: anaphylaktischer Schock), kommen hier zum Einsatz.
Therapie
Oberstes Gebot stellt die Allergenkarenz dar. Realisieren können Sie diese Maßnahme durch eine individuelle Diät mit Elimination der entsprechenden Allergene bzw. Lebensmittel, hierbei aber Alternativen finden um Nährstoffmängeln aus dem Weg zu gehen. Das Selbstherstellen von Speisen und damit der Verzicht auf Fertigprodukte kann sehr hilfreich sein. Wen vorgefertigte Produkte, dann auf die Zutatenliste achten. Auch sollten Stoffe vermieden werden, die zwar potentiell nicht allergen wirken, aber eine allergische Reaktion triggern können (Alkohol, bestimmte Medikamente, biogene Amine). Sie sollten auch mögliche Kreuzreakionen bedenken (z. B. Sellerie-Karotte-Beifuß-Gewürz-Syndrom). Eine weitere Methode der Therapie ist die Hyposensibilisierung, hierbei wird oral oder subkutan das Allergen, gewonnen aus nativem Material, mit steigender Dosis wiederholt appliziert. Die Wirkmechanismen sind zum Teil unbekannt. Bei multiplen und nur schwer eliminierbaren Nahrungmittelallergien kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Patienten die zu anaphylaktischen Schock neigen, müssen immer ein Notfallset (Adrenalinspray, Antihistaminika) mit sich führen
Prävention
Stillende Mütter sollten bekannte Allergene (Kuhmilch, Eier, Fisch) eliminieren und wenn möglich 4-6 Monate stillen, da so eine optimale Ernährung des Säuglings gewährleistet wird. Ist dies nicht durchführbar, nutzen Sie hypoallergene (stark hydrolysierte Molken- oder Vollmilchproteine; sämtliche Proteine in kleinen Bruchstücken, daher von Antikörpern nicht erkennbar) Säuglingsnahrung. Bevorzugt allergenarme Beikost (nach dem 4. Monat) füttern. Frischmilch, Soja, Eier und Fisch erst nach dem ersten Lebensjahr dem Kind anbieten. Auch inhalative Allergene, wie Hausstaub sowie Rauch meiden.
Im Alltag und am Arbeitsplatz Rückenschmerzen vermeiden
November 16, 2007 by admin
Kategorie: Sport & Fitness
Der Rücken ist im Verlaufe der letzten Jahre allein bedingt durch veränderte Bedingungen bei der Arbeit völlig neuen Anforderungen ausgesetzt worden. Waren früher noch überwiegend körperliche Tätigkeiten üblich, hat sich unser Arbeitsalltag mehr und mehr in dauerhaftes Sitzen verändert. Rückenschmerzen sind oftmals die Folge. Diese können aber reduziert oder aber durch Prophylaxe ganz verhindert werden. Gewusst wie ist wichtig und einige Regeln lassen sich ganz leicht am Arbeitsplatz einbauen.
Die wichtigste Regel gegen Rückenschmerzen ist das aufrechte Sitzen. Wir alle neigen eher zum gemütlichen Rollrücken – der aber schmerzt irgendwann. Wer seine Haltung regelmäßig kontrolliert und korrigiert nimmt irgendwann automatisch eine rückenschonende gerade Haltung ein. Das ist besonders wichtig, wenn acht Stunden am Arbeitsplatz fast ausschließlich sitzend verbracht werden. Sitzkissen, die eine aufrechte Haltung zusätzlich unterstützen können, bietet der Handel an.
Wer aktiv sitzt, hat seltener Rückenschmerzen. Diesen Leitsatz der Orthopäden hat manch einer schon gehört. Doch wie sitzt man aktiv? Ganz einfach: Stellen Sie sich einfach vor, Ihr Bürostuhl hätte ab sofort keine Rückenlehne mehr. Seitliche Bewegungen, die aus der Rückenmuskulatur, nicht aus den Armen, ausgeführt werden, beanspruchen und fordern automatisch die Muskulatur – unser wichtigstes Stützkorsett.
Lässt sich in Ihren Arbeitsalltag etwa einmal pro Stunde das Verlassen des Bürostuhls einbauen? Prima! Ihr Rücken dankt Ihnen den Weg über den Flur, mit dem Sie ein Telefonat ersetzen. Kleine regelmäßige Pausen vom Sitzen im Arbeitsalltag verhindern Rückenschmerzen sehr effektiv. Können Sie dann noch gelegentliches unbeobachtetes Recken und Strecken am Arbeitsplatz einbauen, haben sie in wenigen Sekunden viel für Ihren Rücken getan. Entspannung und eine gute Durchblutung der Muskeln helfen dem sitzgeplagten Rücken sehr.
Schutz vor Sonnenbrand – Ihr individueller Hauttyp
November 9, 2007 by admin
Kategorie: Beauty & Pflege
Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt in Deutschland jährlich um sieben Prozent! Ursache hierfür ist vor allem unser Freizeitverhalten: Sonnenurlaube rund ums Jahr, häufige Sonnenbäder und Solariumbesuche. Trotzdem gehört der regelmäßige Gang ins Solarium für viele Teenager bereits zum Alltag. Und das oft schon ab 12 Jahren!
Der beste Schutz vor Sonnenbrand ist die gesunde Selbsteinschätzung. Wieviel Sonne Sie vertragen, ohne rot zu werden, hängt von Ihrem individuellen Hauttyp ab. Wer seine Haut richtig beobachtet, kann ihre Sonnenempfindlichkeit beurteilen und sich angemessen schützen.
Quelle: www.unserehaut.de
Hauttyp 1
- Sehr helle Hautfarbe,
- rötliches oder hellblondes Haar,
- blaue, grüne oder hellgraue Augen
- Sommersprossen
- wird nicht braun, sondern bekommt Sommersprossen, sehr häufig Sonnenbrand
Vermeiden Sie die Sonne! Ihre Haut wird nicht gebräunt, die Sonnenbestrahlung führt zu irreparablen Schäden, die sogar zu Hautkrebs führen können.
Hauttyp 2
- helle Hautfarbe
- blonde oder hellbraune Haare
- blaue, graue oder grüne Augen
- oft Sommersprossen
- wird nur langsam braun, häufig Sonnenbrand
Bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne!
Hauttyp 3
- mittlere Hautfarbe
- dunkelbraunes oder hellbraunes, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar
- braune, blaue, grüne oder graue Augen
- kaum Sommersprossen
- wird relativ schnell braun, manchmal Sonnenbrand
Genießen Sie die Sonne mit Vorsicht, denn zu viel kann auch Ihre Haut irreparabel schädigen und sogar zu Hautkrebs führen.
Hauttyp 4
- bräunliche oder olivfarbene Haut auch in ungebräuntem Zustand
- braune Augen
- braunes oder schwarzes Haar
- keine Sommersprossen
- wird schnell braun, selten Sonnenbrand
Da Sie kein heller Hauttyp sind, ist das Risiko für Hautkrebs geringer. Häufiges Sonnenbaden kann jedoch auch bei Ihnen die Faltenbildung beschleunigen und Hautkrebs hervorrufen.
Hauttyp 5
- dunkle Haut auch in ungebräuntem Zustand, oft ein grauer Unterton
- dunkle Augen
- Schwarzes Haar
- keine Sommersprossen
- wird schnell dunkelbraun, kaum Sonnenbrand
Hauttyp 6
- dunkelbraune bis schwarze Haut auch in ungebräuntem Zustand
- schwarze Augen
- Schwarzes Haar
- keine Sommersprossen
- wird schnell schwarzbraun, praktisch nie Sonnenbrand
Tageslicht und Aktivitäten gegen die Winterdepression
November 7, 2007 by admin
Kategorie: Gesundheit
Die Winterdepression oder saisonal-abhängige-Depression (auch SAD von Seasonal Affective Disorder) ist eine depressive Störung, die in den kalten Jahreszeiten auftritt.
Winterdepression – Frauen leiden häufiger
Kälte, Nebel, Regen und die Dunkelheit im Winter macht es vielen Menschen zu schaffen. Da bleibt unser Stimmungsbarometer auf dem Tiefpunkt und wir würden morgens auch gerne im Bett bleiben und Winterschlaf halten. Energielos, unkonzentriert und unausgeglichen verbringen etwa drei Viertel aller Deutschen die kalte Jahreszeit. Knapp eine Millionen fallen sogar noch mehr ins Stimmungstief, fühlen sich ständig müde, kraft- und lustlos. Sie ziehen sich eher zurück und sind in ihrer Depressionsphase sehr reizbar und greifen vermehrt auf Süßigkeiten, was ihre Stimmung erst recht verstärkt.
Ursache: Mangel an Tageslicht
Es ist einleuchtend, die Ursachen für die Winterdepression im Mangel an Tageslicht zu erforschen. Das Licht sorgt im Gehirn für die Ausschüttung von Hormonen, die unseren Schlafrhytmus und Gefühlsleben beeinflussen. Weniger Lichtintensität heißt weniger Serotonin (Gute-Laune-Hormon) und mehr Melatonin (Schlafhormon). Dadurch fühlen wir uns müde und weniger gutgelaunt, was zu Depressionen führt.
Tageslicht und Aktivitäten helfen
- Am Tag möglichst viel raus an die frische Luft – und selbst wenn es in der Mittagspause nur eine Runde ist.
Durch richtige Ernährung fit
- Gute-Laune-Stoffe tanken: Ananas, Bananen, Rosinen und Walnüssen. Eine gesunde Portion Schokolade kurbelt die Serotoninproduktion ebenfalls an.
- Warme Milch mit Honig: Milch enthält reichlich Tryptophan, den Baustein für Serotonin und Honig liefert Zuckerbausteine, die das Tryptophan zum Gehirn transportieren.
- Reichlich Vitamine (B-Vitamine unterstüzt auch die Serotonin-Bildung) und natürlich Vitamin-C.
Verwöhnen Sie Ihren Körper
- Wechselduschen für den Kreislauf oder eine Sauna zum Entspannen.
- Ein schönes Buch lesen oder sich mit Freunden treffen oder einer Lieblingsbeschäftigung nachgehen.
Wichtig:
Eine echte Depression ist eine richtige Krankheit und sollte entsprechend behandelt werden. Vernachlässigen Sie Ihre Gesundheit nicht.
Ist grüner Tee gesundheitsfördernd?
November 2, 2007 by admin
Kategorie: Essen & Trinken
DGE zeigt, was an grünem Tee dran ist.
In den letzen Jahren greifen deutsche Verbraucher immer öfter zu grünem Tee. Neben Genuß und Kultur verbinden Viele mit grünem Tee verstärkt Wellness und Gesundheit. Das ursprünglich aus China stammende Getränk soll nämlich vor Karies, Krebskrankheiten, Arteriosklerose und anderen Zivilisationskrankheiten schützen. Mittlerweile sind sogar Getränke mit sogenanntem “Grüntee-Extrakt” auf dem Markt.
Die Fakten sind laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Grüner Tee enthält sekundäre Pflanzenstoffe, hauptsächlich Polyphenole. Diese wirken antibakteriell und bieten so möglicherweise einen gewissen Schutz vor Karies. Zudem fangen Polyphenole sogenannte freie Radikale ab, die Zellschädigungen verursachen können. Sie verhindern damit Reaktionen, die zur Entartung von Zellen und so zu Tumoren und Krebs führen können. Zudem werden bestimmte Blutfette, insbesondere Lipoproteine niedriger Dichte (LDL) vor Oxidation geschützt und so deren Ablagerung in Blutgefäßen verringern. Die DGE meint: Ob und welche Mengen an grünen Tee eine gesundheitsförderne Wirkung zeigen, ist nicht eindeutig belegt. Deshalb bedürfen die gesundheitsfördernden Wirkungen von grünem Tee weiterer Studien zur Überprüfung. Das gilt erst recht für Produkte mit Grüntee-Extrakten. Denn diese geben keinen Aufschluß darüber, wie hoch der tatsächliche Gehalt an den entsprechenden Wirksubstanzen des grünen Tees ist und ob diese noch wirksam sind. Wem er schmeckt, der kann grünen Tee bedenkenlos trinken. Grüner Tee ist jedoch ein Genußmittel und kein Heilmittel. Das Trinken von grünem Tee ist kein Ersatz für gesundheitsbewußtes Verhalten oder den täglichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Für Kinder ist grüner Tee wegen seines Coffeingehaltes kein geeignetes Getränk.Grüner Tee und schwarzer Tee stammen von der gleichen Teepflanze (Camellina sinensis). Doch im Gegensatz zum schwarzen Tee werden beim grünen Tee die Blätter vor dem Trocknen nicht fermentiert, sondern nur mit heißem Dampf behandelt. Durch das Dämpfen nimmt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen nur geringfügig ab. Hingegen verändern sich (oxidieren oder polymerisieren) bei der Herstellung von schwarzem Tee die Polyphenole zu größeren Polyphenolen und verlieren oder verändern so ihre Aktivität.
Zu den Polyphenolen im Tee zählen Gerbstoffe (Tannine), Catechine, Flavonoglycoside (Rutin) sowie Theaflavine und Thearubigine, die nur in schwarzem Tee vorkommen.
Polyphenole fangen freie Radikale ab, die durch Oxidation zu Zellschädigungen führen. Sie verhindern damit Reaktionen, die zur Entartung von Zellen und so zu Tumoren und Krebs führen können. Als besonders starker Radikalfänger gilt das Epigallocatechin. Sowohl grüner als auch schwarzer Tee enthalten Epigallocatechin. Da jedoch im grünen Tee das Epigallocatechin in fast 5 mal höherer Dosis vorliegt als im schwarzen Tee, kommt möglicherweise dem grünen Tee eine größere gesundheitsfördernde Wirkung zu.
Grüner Tee enthält mehr Gerbstoffe (Tannine) und ist deshalb viel herber im Geschmack als schwarzer Tee. Gerbstoffe wirken beruhigend auf Magen und Darm. Sie üben außerdem auf den Darm eine stopfende Wirkung aus. Gerbstoffe und andere Polyphenole beeinträchtigen aber auch die Eisenresorption. Sie bilden mit Eisen aus pflanzlicher Nahrung unlösliche Komplexe, so daß es für den Körper nicht mehr verfügbar ist. Eine negative Auswirkung des Teekonsums auf den Eisenstoffwechsel des Menschen wurde bisher jedoch nur in sehr wenigen Fällen und bei extremen Ernährungsgewohnheiten (wenig Eisen aus tierischen Lebensmitteln in der Nahrung) sowie hohem Teekonsum nachgewiesen. Nach neueren Veröffentlichungen werden mittlerweile die Aspekte des Zusammenspiels von Eisen und Polyphenolen beim Menschen eher positiv gesehen: Die Bindung von Eisen (Fe2+-Ionen) durch Polyphenole kann die Bildung von Sauerstoffradikalen und Lipidperoxidationsprodukten, insbesondere in den Lipiden niedriger Dichte (LDL), die sich in Blutgefäßen ablagern und zu Arteriosklereose führen können, unterdrücken. Möglicherweise ergibt sich hieraus eine schlüssige Erklärung für die Schutzwirkung des Tees vor Arteriosklerose und anderen Zivilisationskrankheiten.
Polyphenole (Theaflavine und Epicogallocatechingallat) wirken antibakteriell und bieten möglicherweise auch einen gewissen Schutz vor Karies. Zudem enthält Tee relativ viel Fluorid, welches über andere Mechanismen zum Schutz vor Karies beiträgt.
Prof. Helmut Erbersdobler, Kiel, Präsident der DGE, meint: “Im Gegensatz zu Ergebnissen in Tierversuchen haben epidemiologische Studien beim Menschen nicht einheitlich gezeigt, daß Teetrinker ein geringeres Risiko bezüglich der Tumorentstehung besitzen. Auch die Schutzwirkung des Tees vor Arteriosklerose ist nicht eindeutig geklärt. Die gesundheitlichen Wirkungen von Tee bedürfen weiterer Studien zur Überprüfung.”
Tipps für die Zubereitung von grünem Tee :
- Seine anregende und entwässernde Wirkung verdankt der grüne Tee dem Koffein. Eine Tasse grüner Tee (150 Milliliter) enthält, je nach Sorte und Zubereitung, etwa 20-50 Milligramm Koffein, etwa halb soviel wie eine Tasse Kaffee.
- In der Zubereitung ist grüner Tee sparsamer als schwarzer Tee. Für eine Tasse reichen 1,5 g bzw. für einen Liter 10 g Teeblätter aus. Der Tee wird mit 60 bis 70 Grad Celsius heißem Wasser übergossen und man läßt ihn maximal 3 Minuten ziehen, dann wird er in ein vorgewärmtes Gefäß umgegossen und sofort getrunken. Zieht grüner Tee länger, schmeckt er bitter.

